Gregorianik zum Mitsingen online
Am Schnittpunkt von alten Handschriften und digitaler Kommunikation

Am Samstag, dem 5. September 2020, fand der traditionelle Kurs „Gregorianik zum Mitsingen“ in Ludwigshafen statt, allerdings in neuer Form. Lange im Voraus war der Workshop geplant worden, doch dann kam die Corona-Krise. So entschied sich Kursleiter Markus Braun dazu, neue Wege zu gehen und die Veranstaltung im online-Format anzubieten.
Insgesamt 9 interessierte Teilnehmer aus Rheinland-Pfalz, Hessen, Bayern und Nordrhein-Westfalen trafen sich in einer Video-Konferenz. Unter ihnen Chorleiter, Musiklehrer und Chorsänger.
Den Auftakt bildete ein stimmliches „Warm-up“ mit auf das gregorianische Repertoire ausgerichteten kurzen Übungssequenzen, die bereits Melodiewendungen der später betrachteten Gesänge enthielten.
Mit Hilfe einer kurzen Melodie konnten die Teilnehmer anschließend die Entstehung der Notation singend nachvollziehen. Im „Zeitraffer“ erlebten sie die Entwicklung der Notenschrift von einfachen über dem Text notierten Neumen bis hin zur Quadratnotation im 4-Linien-System. Dazu gab es einen Exkurs zu Guido von Arezzo und zur Solmisation.
Eine vielfältige Auswahl gregorianischer Beispiele folgte.
Geschickt führte Markus Braun seine motivierte Gruppe durch die Welt der Notenschlüssel, Tonbezeichnungen und Neumenvarianten. Dazu hatte er eine sehr ansprechende, seine Erläuterungen illustrierende Bildschirmpräsentation vorbereitet. Sie enthielt zum Beispiel Abbildungen von mittelalterlichen Handschriften und didaktisch-methodische überlegt aufbereitete Schaubilder und Übungen. Singendes Ausprobieren und das Verstehen von Notation wurden durchgehend eng verzahnt. Außerdem gab es vorab verschickte Arbeitsblätter mit Übungen, die bearbeitet und dann gemeinsam besprochen wurden. So gelang es den Teilnehmern gegen Ende der Videokonferenz, Neumen nicht nur zu entziffern, sondern in einfachen Formen selbst zu schreiben.
Auch für Fragen der intensiv mitarbeitenden Gregorianik-Interessierten gab es genügend Raum.
Am Folgetag des Kurses fanden sich 4 in der Vorderpfalz lebende Teilnehmer in der Ludwigskirche in Ludwigshafen ein und sangen die in der Videokonferenz erarbeiteten Gesänge im Sonntagsgottesdienst, natürlich unter Wahrung der Abstands- und Hygieneregeln.
Abschließend lässt sich feststellen, dass ein real durchgeführter Workshop mit der Lebendigkeit der persönlichen Begegnung natürlich auf der Wunschliste für die Zukunft steht. Dennoch hat sich in diesen Krisenzeiten das online-Kurs-Format als überzeugende Möglichkeit dargestellt, von der alle Beteiligten auch fernab des Kursortes profitieren konnten.

Autor:

Rike Schnittker aus Ludwigshafen

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