Neue Kleingartenanlage in der Südstadt
Pachtung der Kleingärten wird sehr teuer

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In der Südstadt sorgt die geplante Neuvergabe der Kleingärten an der Stuttgarter Straße für großen Unmut. Nachdem die bisherigen Anlagen abgerissen wurden, war den damaligen Pächtern versprochen worden, dass sie nach der Neugestaltung bevorzugt berücksichtigt würden. Viele hielten aus diesem Grund ihre Mitgliedschaften aufrecht und zahlten weiter Beiträge.

Doch nun folgt die Ernüchterung: Wer künftig eine Parzelle nutzen möchte, muss mit Kosten von bis zu 19.000 Euro rechnen. Zusammengesetzt sind diese aus den Erschließungskosten, die pro Grundstück bei rund 8.500 Euro liegen, sowie den geplanten Lauben, die zwischen 7.500 und 10.000 Euro kosten sollen. Damit sind die neuen Kleingärten ein Vielfaches teurer als übliche Parzellen, die in Karlsruhe normalerweise zwischen 2.000 und 5.000 Euro liegen.

Für viele alte Pächter ist das schlicht unbezahlbar. „Das ist ein Wortbruch, der Vertrauen zerstört“, kritisiert Stadtrat Friedemann Kalmbach von der Wählergruppe FÜR Karlsruhe. „Den Menschen wurde zugesichert, dass sie wieder auf ihre Gärten zurückkehren können. Jetzt aber sollen sie Summen aufbringen, die in keiner Relation mehr zu einem Kleingarten stehen. Damit werden einfache Familien, Senioren und Menschen mit kleinerem Einkommen faktisch ausgeschlossen.“

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Kalmbach betont, dass die Kleingärten ihren eigentlichen Sinn verlieren, wenn sie zu Luxusprojekten werden: „Ein Kleingarten soll ein Ort der Erholung, des Miteinanders und der Natur sein – und kein neues Statussymbol. Hier muss dringend nachgebessert werden. Wir erwarten von Stadt und Bahn-Landwirtschaft, dass sie eine faire und bezahlbare Lösung finden.“

Die Kosten dürfen nicht allein auf die Pächter abgewälzt werden. Statt teurer Musterlauben braucht es einfache, funktionale Lösungen, damit die Kleingärten wieder für alle zugänglich sind. Andernfalls droht die Südstadt nicht nur einen beliebten Freizeit- und Erholungsraum zu verlieren, sondern auch ein Stück Nachbarschaftskultur.

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Marius Meger aus Karlsruhe

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