Zecken bei Hund und Katze: So sinkt das Risiko durch Kontrolle

Nach dem Spaziergang kurz durchs Fell gehen und typische Stellen kontrollieren. So werden Zecken oft früh entdeckt und das Infektionsrisiko sinkt. | Foto: gabort/stock.adobe.com
  • Nach dem Spaziergang kurz durchs Fell gehen und typische Stellen kontrollieren. So werden Zecken oft früh entdeckt und das Infektionsrisiko sinkt.
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Zecken bei Hund und Katze. Wer Hunde und Katzen nach jedem Aufenthalt draußen kurz und gründlich absucht, senkt das Risiko, dass Krankheitserreger übertragen werden.

Sobald es tagsüber länger mild bleibt, werden Zecken wieder aktiv. Laut ZZF, dem Zentralverband der Heimtierbranche e.V., gilt besonders bei anhaltender Wärme ab etwa sieben bis zehn Grad: Regelmäßige Kontrolle ist der wirksamste Schutz, weil festgesaugte Zecken oft früh entdeckt werden.

Zecken können bei Tieren Erreger übertragen, die auch aus der Humanmedizin bekannt sind, etwa Borreliose. Bei Hunden werden außerdem Infektionen wie Babesiose genannt. Katzen erkranken seltener, weil sie durchs Fellputzen viele Zecken selbst entfernen. Ganz ausschließen lässt sich ein Stich aber nicht. In dem Zusammenhang werden unter anderem Anaplasmose oder Hämoplasmose erwähnt.

Wo Zecken sitzen und wie sie sich sicher entfernen lassen

Aus der Praxis werden bei Hunden typische Stellen beschrieben, an denen Zecken gern hängen bleiben:

  • Achseln
  • Ohren
  • Hals
  • zwischen den Zehen
  • Leistenregion

Wer eine Zecke findet, sollte sie zeitnah entfernen. Geeignet sind Zeckenzange oder Zeckenhaken. Dabei wird die Zecke möglichst hautnah gefasst und gleichmäßig herausgezogen. Der Körper sollte nicht gequetscht werden.

Auch das Verhalten beim Spaziergang kann die Wahrscheinlichkeit senken, dass Zecken ins Fell gelangen. Genannt werden Flächen mit hohem Gras, dichtem Unterholz, verwilderten Wegrändern sowie Laub- und Gebüschzonen. Praktisch bedeutet das: auf Wegen bleiben, in solchen Bereichen kurz führen und keine Such- oder Apportierspiele im Randbewuchs.

Zeckenschutzmittel richtig einordnen: Spot-on, Halsband, ganzjährig

Neben dem Absuchen spielt eine zum Tier passende Zeckenprophylaxe eine Rolle. Welche Mittel sinnvoll sind, hängt laut ZZF unter anderem von Tier, Wohnumfeld und Aktivität ab. Übliche Präparate sind Spot-ons und spezielle Halsbänder.

Wichtig ist die Abgrenzung zwischen Hund und Katze. Für Katzen sollten keine für Hunde formulierten, permethrinhaltigen Präparate verwendet werden, weil sie für Katzen lebensgefährlich sein können.

Der ZZF empfiehlt außerdem, Zeckenschutz bei Hunden und Katzen ganzjährig einzuplanen. Begründung ist, dass Zecken durch mildere Winter inzwischen auch in kälteren Monaten aktiv sein können.

Nach einem Zeckenstich ist es sinnvoll, bei Heimtieren auf mögliche Krankheitszeichen wie Fieber, Mattigkeit oder Appetitverlust zu achten und bei Unsicherheit tierärztlichen Rat einzuholen.

Unterm Strich bringt die Kombination aus Kontrolle, passenden Schutzmitteln und etwas Zecken-Vermeidung beim Spaziergang im Alltag die größte Risikoreduktion.

Autor:

Meike Jakob aus Landau

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