Winteralarm: Diese Fehler rund ums Haus können jetzt teuer werden
- Schnee und Eiszapfen am Dach können zur echten Gefahr werden
- Foto: Laura Lüttmann - mit KI erstellt
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Winter. Mit dem Wintereinbruch gibt es nicht nur Schnee von Gehwegen und Eingangsbereichen zu räumen. Der Verband Privater Bauherren (VPB) rät Hausbesitzern, auch Schneeverwehungen an Hausecken sowie an Terrassen- und Balkontüren zu entfernen. Der Grund: Taut der Schnee später, kann das Schmelzwasser durch die Türen ins Innere laufen oder das Mauerwerk durchfeuchten. Beim Räumen sollte Schnee nicht direkt an die Hauswände geschippt werden. Besser ist es, ihn vorsichtig auf Pflanzen oder unter Bäume zu häufen.
Eiszapfen bergen Risiken
Obwohl Eiszapfen optisch ansprechend wirken, können sie zur Gefahr werden. Brechen sie von Regenrinnen oder Fallrohren ab, werden sie zu gefährlichen Geschossen. Sie sollten sie daher direkt abschlagen. Bei Eiszapfen in großer Höhe, etwa an der Kaminabdeckung, ist es ratsam, die Bereiche darunter abzusperren.
Wasserleitungen vor Frost schützen
Bei anhaltenden Minusgraden sind auch Wasserleitungen gefährdet. Frostbedingte Leitungswasserschäden verursachen laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) jährlich Schäden in Höhe von etwa 140 Millionen Euro. Um Schäden zu vermeiden, sollten ungenutzte Leitungen im Garten oder in der Garage rechtzeitig entleert werden. Offen stehende Kellerfenster sind jetzt zu schließen, um ein Einfrieren von Leitungen und Wasserzählern zu verhindern. Selten genutzte Räume sollten durchgängig beheizt werden. Bauwasseranschlüsse und ungeschützte Armaturen lassen sich am besten mit Isoliermaterial oder Textilien vor dem Zufrieren schützen, empfiehlt der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).
Schneelast auf dem Dach im Blick behalten
Wie viel Schnee das Dach eines Hauses tragen kann, steht in der BauStatik. Professor Norbert Gebbeken, Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, betont: „Nicht die Schneehöhe, sondern der Wassergehalt des Schnees ist entscheidend für das Gewicht, das das Dach tragen muss.“ Zehn Zentimeter sehr nasser Schnee können bereits fast 80 Kilogramm pro Quadratmeter wiegen – fast die übliche Schneelast von Dächern in München.
Dachräumung den Profis überlassen
Hauseigentümer sollten das Dach nicht selbst räumen, da dies für Laien lebensgefährlich sein kann. Stattdessen ist es ratsam, Dachdeckerinnen und Dachdecker zu kontaktieren. Diese können nicht nur den Schnee sicher entfernen, sondern auch mögliche Schäden erkennen. Warnsignale sind laut Gebbeken eine sichtbare Verformung des Daches, klemmende Fenster oder Türen sowie Risse im Putz. In solchen Fällen sollten Fachleute die Situation begutachten. Entsprechende Statiker sind bei den Ingenieurekammern der einzelnen Bundesländer gelistet.
Auf Tauwetter vorbereiten
Der VPB rät, auch kleinere Schneeverwehungen auf dem Dach zu beobachten. Läuft das Tauwasser wegen Verwehungen nicht ordnungsgemäß an der Einfassung des Kaminfußes oder den Anschlüssen der Dachflächenfenster ab, kann es in die Dachdeckung eindringen. Gelbliche Verfärbungen an Decken oder Wandverkleidungen deuten auf Feuchteschäden hin. [dpa]
Autor:Laura Lüttmann aus Neustadt/Weinstraße |
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