Bundespolizistin leistet im Hauptbahnhof Erste Hilfe und wird dabei heftig attackiert
- Am Donnerstag kam es im Hauptbahnhof Kaiserslautern zu einem medizinischen Notfall, bei dem eine Bundespolizistin Erste Hilfe leistete
- Foto: Monika Klein
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Kaiserslautern. Am Donnerstag, 8. Januar 2026, kam es gegen 12 Uhr im Hauptbahnhof Kaiserslautern zu einem medizinischen Notfall. Ein Mann erlitt im Bahnhofsbereich plötzlich gesundheitliche Probleme und stürzte. Eine sich privat und zufällig vor Ort befindliche Beamtin der Bundespolizei bemerkte die Situation umgehend und leistete sofort Erste Hilfe. Während der Rettungsmaßnahmen gab sie sich mehrfach und deutlich als Polizistin zu erkennen.
Während der Erstversorgung trat eine unbeteiligte, der Polizei bereits bekannte 29-jährige deutsche Staatsangehörige aus der Menschenmenge hervor und störte die laufenden Rettungsmaßnahmen erheblich. Die Frau wirkte körperlich auf die Beamtin ein und beschimpfte sie lautstark. Trotz erneuter Hinweise der Helfenden auf ihre polizeiliche Eigenschaft setzte die 29-Jährige ihr Verhalten fort und schlug der Bundespolizistin schließlich mit dem Ellenbogen ins Gesicht. Erst durch das Eingreifen einer weiteren unbeteiligten Person konnte die Angreiferin von der Beamtin weggezogen werden, sodass die Erste-Hilfe-Maßnahmen fortgesetzt werden konnten.
Der zuvor gestürzte Mann kam kurze Zeit später wieder zu Bewusstsein und gab an, Diabetiker zu sein. Eine weiterführende medizinische Versorgung durch den verständigten Rettungsdienst lehnte er ab. Die zwischenzeitlich alarmierte Streife des Bundespolizeireviers Kaiserslautern traf am Einsatzort ein, stellte die 29-jährige Tatverdächtige und verbrachte sie zur weiteren Sachbearbeitung zur Dienststelle.
Gegen die Frau wurde ein Ermittlungsverfahren wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Beleidigung sowie wegen Behinderung von hilfeleistenden Personen eingeleitet. Im Zuge der Ermittlungen wurde bekannt, dass die Beschuldigte erst wenige Tage zuvor aus einer Justizvollzugsanstalt entlassen worden war. Die angegriffene Bundespolizistin erlitt durch den Ellenbogenschlag Schmerzen im Gesichtsbereich, blieb jedoch dienstfähig. rav/bupokl
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |
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