Wetterphänomen über dem Südwesten: Saharastaub und Blutregen
- Wetterphänomen: Saharastaub färbt den über Karlsruhe dramatisch gelb-orange
- Foto: Heike Schwitalla
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Seit einigen Tagen liegt Saharastaub über dem Südwesten Deutschlands. Auch heute, am Mittwoch, 15. April, kann man das Wetterphänomen noch beobachten: In Teilen Baden-Württembergs und Bayerns bleibt der Himmel gelblich-trüb, und vereinzelt kann es bei Niederschlag noch zu Blutregen kommen. Besonders am Morgen sind letzte sichtbare Effekte möglich, vor allem im Nordosten von Baden-Württemberg.
Saharastaub erreicht den Südwesten
Der Deutsche Wetterdienst meldet seit einigen Tagen eine erhöhte Konzentration von Saharastaub über dem Südwesten. Feine Staubpartikel aus Nordafrika werden durch Luftströmungen über tausende Kilometer nach Mitteleuropa transportiert. Neben Baden-Württemberg waren in den vergangenen Tagen auch Teile von Nord- und Westbayern betroffen. In der Südpfalz – besonders in der Rheinebene – tritt Saharastaub ebenfalls auf, dort ist jedoch kaum Niederschlag zu erwarten.
Das Phänomen ist nicht ungewöhnlich: Besonders im Frühjahr treten solche Staubtransporte häufiger auf, wenn südliche Winde den Staub in höhere Luftschichten tragen und nach Europa verfrachten.
Blutregen möglich
Trifft der Saharastaub auf Niederschlag, wird er aus der Atmosphäre ausgewaschen. Dabei entsteht der sogenannte Blutregen, der Oberflächen wie Autos oder Fenster mit einem rötlich-bräunlichen Film überziehen kann. Sichtbare Ablagerungen sind möglich, aber am Mittwoch werden keine starken Verschmutzungen mehr erwartet. Auch eine dicke Staubschicht gilt laut Meteorologen als eher unwahrscheinlich.
Warum der Himmel anders aussieht
Auch ohne Regen kann der Saharastaub auffallen. Der Himmel wirkt ungewöhnlich, weil feine Staubpartikel aus der Sahara in der Luft schweben und das Sonnenlicht anders streuen.
- Der Himmel wirkt oft trüb, gelb-orange oder milchig
- Sonnenauf- und -untergänge erscheinen intensiver gefärbt
- Die Luft kann leicht diesig wirken
Auswirkungen für Alltag und Gesundheit
Für die meisten Menschen ist Saharastaub harmlos. Allerdings können die feinen Partikel bei empfindlichen Personen – etwa mit Atemwegserkrankungen – leichte Reizungen verursachen.
Praktischer Hinweis für Autofahrer
Autos könnten nach Niederschlägen mit einer feinen Staubschicht bedeckt sein. Experten empfehlen, Fahrzeuge nicht trocken abzuwischen, um Kratzer im Lack zu vermeiden.
Wie es weitergeht
Am Donnerstag flacht das Wetterphänomen über Deutschland voraussichtlich weiter ab. Die Staubwolke zieht weiter Richtung Osten ab, und die Konzentration an Saharastaub über dem Südwesten nimmt deutlich ab. Danach setzt sich wieder freundlicheres Frühlingswetter durch – mit mehr Sonne und steigenden Temperaturen in den kommenden Tagen.
Fazit
Blutregen bleibt heute eher ein leichtes, aber sichtbares Naturphänomen. Am Donnerstag flacht das Geschehen weiter ab. Wer genau hinschaut, kann dennoch die Spuren des Wüstenstaubs in der Luft erkennen.
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Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
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