Wenn sich Bedingungen ändern: Warum der letzte Check entscheidend sein kann
- Sicher arbeiten im Alltag: Kurze Checks direkt vor dem Start helfen, typische Risiken im Betrieb nicht zu übersehen.
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Arbeitssicherheit im Betrieb. Kurze Sicherheitschecks direkt vor Arbeitsbeginn können helfen, Risiken im Alltag früher zu erkennen und Unfälle zu vermeiden.
Was nach Filmset klingt, lässt sich im Betrieb oft pragmatisch übertragen. Darauf weist die BG ETEM, die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse, hin. In einem Beitrag erklärt sie, welche Prinzipien Stuntteams nutzen, um trotz dynamischer Situationen sicher zu arbeiten.
Stunts wirken spontan, sind aber das Ergebnis von Planung, Teamabstimmung und laufender Risikobewertung. Holger Schumacher, Stuntkoordinator und in Produktionen der BG ETEM als „RiskBuster“ zu sehen, ordnet das als übertragbare Sicherheitsroutine ein. Entscheidend sei nicht nur ein sicheres System, sondern auch die Risikokompetenz der Menschen, die darin arbeiten.
Was aus der Stuntwelt im Betrieb besonders gut funktioniert
Ein zentraler Baustein ist das „Last Minute Risk Assessment“. Kurz vor der Aufgabe wird die Situation noch einmal bewusst geprüft. Das geht über das reine Abhaken einer Checkliste hinaus, weil Veränderungen vor Ort und Rückmeldungen aus dem Team einfließen.
Typische, alltagstaugliche Übertragungen in Unternehmen sind:
- Ein kurzer Team-Check unmittelbar vor Schichtbeginn oder vor einem kritischen Arbeitsschritt, um aktuelle Änderungen zu erfassen.
- Ein fester Moment für „Stop and think“, bevor Geräte, Maschinen oder Fahrzeuge genutzt werden, besonders bei Zeitdruck oder Routinearbeiten.
- Individuell passende Reminder im Arbeitsumfeld, die an typische Risiken erinnern, etwa bei Umrüstungen, Wartung oder Arbeiten unter wechselnden Bedingungen.
Schumacher betont, dass manchmal Sekunden über Sicherheit entscheiden. Gerade dann kann ein kurzer, gemeinsamer Blick auf Umgebung, Werkzeug, Ablauf und Absprachen helfen, Fehlannahmen zu vermeiden.
„Skin in the Game“: Warum Beteiligung die Sicherheitskultur stärkt
In der Stuntwelt ist allen klar, dass die eigene Gesundheit direkt betroffen ist. Schumacher nennt das „Skin in the Game“. Für den Arbeitsalltag bedeutet das als Einordnung: Arbeitsschutz bleibt nicht nur Aufgabe von Sicherheitsfachkräften oder Führung, sondern hängt auch davon ab, ob Beschäftigte Risiken wahrnehmen und sicher handeln.
Damit das realistisch im Betrieb ankommt, setzt die BG ETEM auf Kommunikation auf Augenhöhe. Führungskräfte können Erwartungen klar machen, Feedback einholen und Mitarbeitende in Entscheidungen einbeziehen. Wenn Prozesse gemeinsam entwickelt werden und Verantwortung dort liegt, wo die Arbeit passiert, steigt oft die Akzeptanz von Schutzmaßnahmen und die Chance, dass sie im Alltag auch gelebt werden.
Wer tiefer einsteigen will, findet dazu weitere Beispiele in der Podcastfolge „Routiniert ins Risiko: Was Unternehmen von Stuntteams lernen können“ aus dem BG-ETEM-Podcast „Ganz sicher“, unter anderem mit Do's und Don'ts und der Einordnung, wie sich Stunt-Prinzipien in betriebliche Routinen übersetzen lassen.
Am Ende läuft es auf eine praktische Konsequenz hinaus: Kleine, feste Sicherheitsmomente vor der Arbeit können eine große Wirkung haben, weil sie Routinefehler in dynamischen Situationen abfangen.
Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.
Autor:Meike Jakob aus Landau |