Weltblutspendetag: So hilft Blutspenden im Alltag wirklich

Blutspenden und Plasmaspenden: Bedarf, Einsatzbereiche und mögliche Spendenhäufigkeit im Überblick. | Foto: Haema Blut & Plasma
  • Blutspenden und Plasmaspenden: Bedarf, Einsatzbereiche und mögliche Spendenhäufigkeit im Überblick.
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Blutspenden. Eine Blutspende dauert nur wenige Minuten und kann im Alltag dazu beitragen, dass Krankenhäuser und Therapien verlässlich versorgt werden, weil Blut und seine Bestandteile nicht künstlich hergestellt werden können.

Zum Weltblutspendetag am Samstag, 14. Juni, weist der Herausgeber Haema Blutspendedienst darauf hin, wie stark die Versorgung von regelmäßigen Spenden abhängt. Genannt wird als Richtwert, dass in Deutschland täglich etwa 15.000 Blutspenden benötigt werden, während nur rund drei bis fünf Prozent der Menschen Blut spenden.

Hinter den Zahlen stehen konkrete Situationen. Alicia Brischkofski, die in einem Haema-Spendenzentrum Blut, Plasma und seit kurzem auch Leukozyten abnimmt, beschreibt, dass Spendende teils sehr bewusst kommen, weil Angehörige auf Behandlungen mit Blutbestandteilen angewiesen sind. Dadurch werde aus einer abstrakten Spende schnell eine „sehr reale Geschichte“.

Wofür Blut, Plasma, Thrombozyten und Leukozyten genutzt werden

Blut- und Plasmaspenden sind laut Haema einerseits wichtig für die Notfallversorgung und andererseits Grundlage für Therapien, auf die Menschen mit chronischen Erkrankungen angewiesen sind. Zusätzlich werden je nach Bedarf auch einzelne Blutbestandteile eingesetzt.

  • Blut und Plasma dienen der Versorgung in Notfällen und als Basis für bestimmte Medikamente und Therapien.
  • Thrombozyten kommen laut Haema unter anderem in der Krebstherapie zum Einsatz und sind nur wenige Tage haltbar. Regelmäßigkeit ist daher besonders wichtig.
  • Leukozyten sind für die Immunabwehr zuständig und können unter anderem genutzt werden, um spezifisch veränderte Zellen zur Bekämpfung bestimmter Krebserkrankungen herzustellen.

Jürgen Senge, Facharzt für Transfusionsmedizin bei Haema, ordnet den Aufwand für Spendende als überschaubar ein und betont den Nutzen unabhängig von der Spendenart. Besonders herausfordernd sei die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit seltenen Blutmerkmalen, weil passende Spenden gezielt gefunden werden müssen. Möglich werde das durch die präzise Untersuchung jeder einzelnen Spende, bevor sie in Behandlungen eingesetzt wird.

Ein Beispiel für die Bedeutung im Alltag liefert Till Knippenberg. Er lebt mit dem Von-Willebrand-Syndrom, einer angeborenen Blutgerinnungsstörung mit erhöhter Blutungsneigung. Er beschreibt, dass Medikamente, die aus gespendetem Blut und seinen Bestandteilen gewonnen werden, ihm Sicherheit geben und damit ganz normale Dinge wie Arbeit und Treffen mit Freunden erleichtern.

Was bei der Zeitplanung zählt und wie oft Spenden möglich ist

Für die eigene Planung sind vor allem Dauer und mögliche Häufigkeit entscheidend. Haema nennt folgende Orientierungswerte.

  • Eine Blutspende dauert nur wenige Minuten.
  • Gesunde Menschen können bis zu sechs Mal pro Jahr Blut spenden, bei Frauen bis zu vier Mal pro Jahr.
  • Eine Plasmaspende dauert etwas länger und ist laut Haema bis zu 60 Mal pro Jahr möglich.

Wer spenden möchte, kann Termine online über www.haema.de oder über die MyHaema-App vereinbaren. Weitere Informationen und O-Töne sind auch über den Haema-Podcast abrufbar: Spotify-Episode.

Praktisch bleibt als Einordnung: Regelmäßige Spenden sind vor allem deshalb wichtig, weil Bedarf und Haltbarkeit einzelner Blutbestandteile im Alltag der Versorgung eng zusammenhängen.

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Autor:

Meike Jakob aus Landau

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