Was ist Veganuary: Herkunft und Bedeutung des weltweiten Ernährungstrends zum Jahresanfang
- Veganuary
- Foto: Heike Schwitalla
- hochgeladen von Heike Schwitalla
Veganuary - der vegane Januar. Der Veganuary hat sich in wenigen Jahren von einer kleinen Idee zu einer internationalen Bewegung entwickelt. Jedes Jahr im Januar verzichten Millionen Menschen weltweit testweise auf tierische Produkte. Doch woher stammt die Aktion, und was steckt konkret dahinter?
Gute Vorsätze sind zum Beginn eines jeden neuen Jahres für viele Menschen ein Muss: Mehr Sport, weniger Geld ausgeben, gesunde Ernährung, Handyfasten sind dabei die am meisten geäußerten "guten Vorsätze". Manche halten lang, manche von ihnen sind weniger nachhaltig. Also warum nicht einfach mal zum Start eines neuen Lebens einen veganen Monat einlegen? Hilft der Gesundheit, kann beim Abnehmen unterstützen und ist definitiv gut für Umwelt und Tierwelt. Aus diesem Gedanken entstand vor einiger Zeit der "Veganuary" (aus dem englischen zusammengesetzt aus vegan und January für den Monat Januar) der auch zu Beginn des Jahres 2026 wieder ein großes Thema in den sozialen Medien ist. Grund für die massive Präsenz des Veganuary im Internet ist, dass die Bewegung in den vergangenen Jahren immer mehr auch zu einem wichtigen Werbeinstrument für die Konsumindustrie wurde.
Heute beteiligen sich viele Unternehmen mit speziellen Angeboten am "veganen Januar". Im Januar 2026 startete Dr. Oetker eine internationale Social-Media-Kampagne mit einem Augenzwinkern, die zeigt, wie überraschend lecker vegane Küche sein kann. Unter dem Slogan „Natürlich ist das nicht vegan – oder doch?!“ präsentiert das Unternehmen fünf neue Rezepte auf Basis bewährter Dr.-Oetker-Produkte – von winterlichen Zimtschnecken und saftigem Apfel-Cheesecake bis hin zu kreativen Pizza-Variationen –, die alle an einem Tisch zusammenbringen. Weitere Inspirationen finden sich auf den lokalen Verbraucher-Websites sowie auf den Social-Media-Kanälen oft unter dem Hashtag veganuary 2026.
- in jedem Januar versuchen viele Menschen mit guten Vorsätzen ins neue Jahr zu starten
- Foto: Heike Schwitalla - erstellt mit KI
- hochgeladen von Heike Schwitalla
Ursprung in Großbritannien
Veganuary wurde 2014 in Großbritannien gegründet. Die Initiative geht auf Matthew Glover und Jane Land zurück, die den Jahresanfang bewusst als Startpunkt wählten. Der Januar gilt traditionell als Zeit für Neuanfänge und gute Vorsätze – ein idealer Moment, um Menschen für eine vegane Ernährung zu sensibilisieren. Der Name „Veganuary“ setzt sich aus den englischen Wörtern „vegan“ und „January“ zusammen und macht das Konzept bereits im Titel verständlich: einen Monat lang vegan leben - eine pflanzliche Ernährung ist dabei oft nur der Anfang. Auch der Verzicht auf Leder, Schurwolle und andere tierische Produkte gehört zu einem veganen Lebensstil.
Ziel der Kampagne
Das zentrale Ziel von Veganuary ist es, Menschen einen einfachen und zeitlich begrenzten Einstieg in eine vegane Ernährung zu ermöglichen. Dabei stehen mehrere Aspekte im Fokus: der Schutz von Tieren, die Reduzierung von Umwelt- und Klimabelastungen sowie mögliche gesundheitliche Vorteile einer pflanzenbasierten Ernährung. Veganuary versteht sich nicht als dauerhafte Verpflichtung, sondern als Einladung zum Ausprobieren. Viele Teilnehmende nutzen den Monat, um neue Lebensmittel kennenzulernen und bestehende Essgewohnheiten zu hinterfragen.
Übrigens: auch wenn der Januar schon ein paar Tage alt ist, es ist nie zu spät mit einem gesünderen und nachhaltigeren Lebensstil zu beginnen.
Unterstützung für Teilnehmende
Ein wesentliches Element des Erfolgs ist das begleitende Angebot der Kampagne. Teilnehmende erhalten kostenlos Rezepte, Einkaufslisten, Ernährungspläne und Alltagstipps. Diese Unterstützung soll Hürden abbauen und zeigen, dass vegane Ernährung alltagstauglich ist. Einen guten Einstieg bietet die Internetseite der "Veganuary-Teams", die tolle Tipps zum einstieg in einen pflanzlichen Lebensstil bietet. (https://veganuary.com/de/)
Internationale Verbreitung
Was als britische Initiative begann, ist heute ein globales Phänomen. Veganuary wird inzwischen in zahlreichen Ländern organisiert, darunter Deutschland, die USA, Australien und viele weitere europäische Staaten. Weltweit beteiligen sich Millionen Menschen.
Parallel dazu greifen immer mehr Unternehmen den Veganuary auf. Supermärkte, Restaurants und Lebensmittelhersteller erweitern im Januar gezielt ihr veganes Angebot und bringen neue Produkte auf den Markt.
Langfristige Wirkung und Nachhaltigkeit
Für viele Teilnehmende bleibt Veganuary nicht auf den Januar beschränkt. Studien und Erfahrungsberichte der Initiative zeigen, dass ein Teil der Teilnehmenden auch danach dauerhaft oder teilweise bei einer pflanzenbasierten Ernährung bleibt. Damit hat sich Veganuary zu einem wichtigen Impulsgeber für veränderte Essgewohnheiten und den wachsenden Markt veganer Produkte entwickelt. Veganuary steht heute beispielhaft für eine moderne Mitmach-Kampagne, die gesellschaftliche Trends, persönliche Vorsätze und globale Themen wie Klima- und Tierschutz miteinander verbindet.
Denn eine Ernährung ohne Fleisch muss weder eintönig noch geschmacklos sein. Für die meisten gängigen Rezepte gibt es bereits leckere vegane Alternativen. Rein pflanzliche Gerichte können - genauso wie solche mit tierischen Produkten - vielfältig und variabel sein. Es gibt ganz einfache Gerichte und solche, die etwas mehr Kochkunst erfordern. Beim veganen Kochen gilt: wer mehr selbst macht, frisches Gemüse, Obst und Getreide nutzt und beim Kochen auf vorgefertigte "Ersatzprodukte" verzichtet, isst gesünder und schmackhafter.
Rezepttipp: Vegane Burger sind ein guter Einstieg in eine rein pflanzliche Ernährung
Einfaches Rezept für vegane Burger-Patties
Dieses Rezept ist unkompliziert, kostengünstig, super-lecker und eignet sich gut als Einstieg in die vegane Küche.
Zutaten (für ca. 4 Patties):
– 1 Dose Kichererbsen (ca. 240 g Abtropfgewicht)
– 1 kleine Zwiebel
– 1 Knoblauchzehe
– 3 EL Haferflocken
– 1 EL Tomatenmark
– 1 EL Sojasauce
– 1 TL Paprikapulver (edelsüß)
– Salz und Pfeffer
– etwas Öl zum Braten
Zubereitung:
Kichererbsen abgießen, kurz abspülen und gut abtropfen lassen.
Zwiebel und Knoblauch fein hacken.
Kichererbsen mit einer Gabel oder einem Kartoffelstampfer grob zerdrücken. Die Masse darf ruhig noch etwas Struktur haben.
Zwiebel, Knoblauch, Haferflocken, Tomatenmark, Sojasauce und Gewürze unterrühren.
Aus der Masse mit den Händen oder mit Suppenlöffeln vier gleich große Patties formen. Falls die Masse zu feucht ist, etwas mehr Haferflocken zugeben.
Öl in einer Pfanne erhitzen und die Patties bei mittlerer Hitze von jeder Seite etwa 4–5 Minuten goldbraun braten.
Die Patties passen klassisch ins Burgerbrötchen, schmecken aber auch als Beilage zu Salat oder aus dem Ofen als Snack.
- vegane Burger stehen ihren "fleischlichen Verwandten" geschmacklich in nichts nach
- Foto: Heike Schwitalla
- hochgeladen von Heike Schwitalla
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Weitere Trends aus dem Internet: Auch das könnte Sie interessieren
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
|
| Heike Schwitalla auf Facebook | |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.