Waldbrand-Versicherung in Deutschland: Was wirklich abgedeckt ist
- Waldbrände kommen auch in Deutschland regelmäßig vor. Der Überblick zeigt, welche Versicherungen bei Waldbrandschäden und bei verursachten Schäden typischerweise greifen.
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Waldbrand Versicherung Deutschland. Waldbrandschäden lassen sich in Deutschland in vielen Fällen versichern, entscheidend ist aber, ob es um Waldbesitz, verursachte Schäden oder Folgekosten wie Löschen und Räumen geht.
Wer etwa einen Wald besitzt oder Holz lagert, steht nach einem Brand schnell vor hohen Kosten für zerstörten Bestand, Aufräumarbeiten und den Feuerwehreinsatz. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ordnet ein, welche Policen wofür greifen und welche Einschränkungen typisch sind.
In Deutschland treten Waldbrände regelmäßig auf. Für das Jahr 2025 nennt die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung 1.175 Waldbrände, bei denen 2.626 Hektar Wald verbrannten. Das liegt deutlich über dem langjährigen Mittel von 844 Hektar im Zeitraum 1991 bis 2024.
Welche Schäden eine Waldbrandversicherung abdecken kann
Nach Darstellung des GDV können Wald- und Forstbesitzer Feuer-, Blitz- und Explosionsrisiken über eine Waldbrandversicherung absichern. Der Schutz richtet sich dabei auf den konkreten Sachschaden bis zur vereinbarten Versicherungssumme.
Typische Bausteine, die in diesem Zusammenhang genannt werden:
- Waldbestand
- bereits geschlagenes Holz
- Weihnachtsbaumkulturen
- Kosten für den Löscheinsatz der Feuerwehr
- Abräumkosten nach dem Brand
Wichtig für die Einordnung: Öffentlicher Wald ist nach der GDV-Darstellung in der Regel nicht versichert. Gleichzeitig ist knapp die Hälfte des deutschen Waldes in Privatbesitz. Als Größenordnung nennt der Text insgesamt rund 11,5 Millionen Hektar Wald in Deutschland, das entspricht knapp einem Drittel der Landesfläche.
Wenn ein Waldbrand verursacht wird: Welche Versicherung dann relevant ist
Neben der Absicherung von eigenem Waldbestand spielt die Frage eine Rolle, wer für Schäden haftet, wenn ein Brand ausgelöst wird. Der GDV weist darauf hin, dass dafür eine private Haftpflichtversicherung entscheidend sein kann. Diese übernimmt den Schaden je nach Einzelfall.
Dabei gilt laut GDV:
- Vorsätzliches Handeln ist ausgeschlossen und damit nicht versichert.
- Grobe Fahrlässigkeit ist inbegriffen.
Warum das Risiko eher steigt und was im Alltag vorbeugt
Der GDV begründet eine mögliche Zunahme der Waldbrandgefahr mit mehr Hitze und Trockenheit. Als Orientierung nennt die stellvertretende GDV-Hauptgeschäftsführerin Anja Käfer-Rohrbach, dass sich die durchschnittliche Zahl der Tage mit mindestens 30 Grad Celsius in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten etwa verdreifacht habe.
Für den Alltag im und am Wald nennt der GDV Verhaltensweisen, die das Brandrisiko senken können:
- Im Wald nicht rauchen und keine Zigaretten wegwerfen.
- Keine Glasflaschen liegen lassen.
- Waldwege nicht mit dem Auto befahren, da heiße Katalysatoren Brände auslösen können.
- Beim Zelten Lagerfeuer nicht möglichst nah am Waldrand entzünden, weil Funkenflug Brände auslösen kann.
Praktische Konsequenz: Je klarer getrennt wird zwischen eigener Absicherung als Waldbesitzer und Haftpflichtschutz bei verursachten Schäden, desto besser lässt sich das finanzielle Risiko eines Waldbrands einordnen.
Autor:Meike Jakob aus Landau |