Urlaubs-Abzocke erkennen: ADAC erklärt typische Tricks und Schutz

Typische Betrugsmaschen auf Urlaubsreisen mit dem Auto und Hinweise zum Schutz davor. | Foto: ADAC Hessen-Thüringen e.V.
  • Typische Betrugsmaschen auf Urlaubsreisen mit dem Auto und Hinweise zum Schutz davor.
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Urlaubs-Betrug am Urlaubsort. Wer typische Abzocke-Maschen auf der Reise kennt, kann unnötige Zahlungen und den Verlust von Wertsachen oft vermeiden.

Gerade in der Hauptreisezeit steigt das Risiko, auf Betrüger hereinzufallen, vor allem auf stark befahrenen Routen Richtung Spanien, Frankreich und Italien. Der ADAC Hessen-Thüringen e.V. beschreibt mehrere wiederkehrende Methoden, die sich gegen Auto-Urlauber richten.

Schon vor der Abfahrt beginnt Betrug teils digital. Genannt werden täuschend echte Buchungsportale mit minimal veränderten Webadressen sowie gefälschte Ferienwohnungsangebote in sozialen Medien, die mit sehr günstigen Preisen und gestohlenen Fotos arbeiten. Für die Einordnung zählt hier vor allem das Muster: Wenn ein Angebot ungewöhnlich günstig wirkt und die Buchung über unbekannte Wege läuft, steigt das Risiko.

Diese Maschen nennt der ADAC und so lässt sich das Risiko senken

  • Digitale Fallen bei der Urlaubsplanung: Betrüger imitieren seriöse Reiseanbieter über ähnlich aussehende Domains oder locken über Social Media mit Fake-Ferienwohnungen. Als risikoärmer gelten Buchungen über verifizierte Plattformen und offizielle Unternehmenswebsites. Praktisch ist auch, Webadressen manuell einzugeben oder offizielle Anbieter-Apps zu nutzen statt Links aus E-Mails zu öffnen.
  • „Spiegeltrick“ in Italien: Täter halten Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen an und behaupten, der Außenspiegel habe ihr Auto beschädigt. Zur Untermauerung wird teils vorher beim Vorbeifahren ein kleiner Gegenstand wie eine Schraube oder ein Stein gegen das Touristenfahrzeug geworfen, damit ein Geräusch entsteht. Nach dem Anhalten wird Bargeld für angebliche Reparaturkosten verlangt.
  • Vortäuschte Panne in Spanien, laut ADAC besonders rund um Barcelona und Valencia: Täter hupen auffällig oder fahren dicht auf, um Reisende zum Anhalten zu bringen. Beim Aussteigen werden Wertsachen aus dem Auto gestohlen.
  • „Eiertrick“: Eier werden auf die Windschutzscheibe geworfen. Beim Wischen entsteht eine schmierige Masse, die die Sicht stark beeinträchtigt. Wenn am Seitenstreifen angehalten wird, nutzen Diebe die Situation, um zuzuschlagen.
  • Falsche Pannenhelfer mit ADAC-Optik in Osteuropa: In Ländern wie Ungarn, Polen, Serbien oder Kroatien treten Kriminelle als vermeintliche Pannendienste auf und nutzen Logos und Farben des ADAC. Häufig wird sofort Bargeld für angebliche Werkstattkosten oder Abschleppen verlangt.

Für die Praxis auf der Straße hilft vor allem, sich nicht zu schnellen Entscheidungen drängen zu lassen und nicht an abgelegenen Stellen zu stoppen, wenn die Situation merkwürdig wirkt. Wertsachen, die sichtbar im Auto liegen, erhöhen das Diebstahlrisiko. Der ADAC-Pressesprecher Oliver Reidegeld wird mit dem Hinweis zitiert, dass Wertsachen möglichst am Körper getragen oder außer Sicht verstaut werden sollten und das Fahrzeug beim Aussteigen direkt zu verriegeln ist.

Wichtig für die Einordnung bei Pannen im Ausland: Der ADAC betreibt dort laut Hinweis keine eigene Straßenwacht-Flotte. In den Sommermonaten Juli und August werden zwar vereinzelt Pannenhelfer nach Frankreich und Italien geschickt, in anderen Ländern erfolgt Hilfe über regionale Vertragspartner, die keine ADAC-Logos auf Fahrzeugen oder in Werkstätten verwenden dürfen.

Wenn eine Panne außerhalb Deutschlands passiert, nennt der ADAC als zentrale Anlaufstelle den Auslandsnotruf 00 49 89 22 22 22, über den Pannenhilfe oder Abschleppen vermittelt wird. Sollte ein Anruf fehlschlagen, kann das laut ADAC an Störsendern liegen. In dieser Lage wird beschrieben, das Fahrzeug abzuschließen, sich einige Meter zu entfernen und den Notruf von dort erneut zu kontaktieren. Ohne vorherige telefonische Bestätigung sollte niemand an das Fahrzeug gelassen werden.

Unterm Strich senkt eine einfache Routine das Risiko deutlich: Buchungen nur über nachvollziehbare Kanäle, bei Straßen-„Zwischenfällen“ möglichst kontrolliert handeln und bei Pannen Hilfe über die Zentrale vermitteln lassen.

Autor:

Meike Jakob aus Landau

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