Stress abbauen für pflegende Angehörige: Gärtnern hilft

Stressabbau durch Pflanzenpflege: Gärtnern, selbst auf dem Balkon, hilft pflegenden Angehörigen, Überforderung zu reduzieren und das Gefühl von Selbstwirksamkeit zu stärken. | Foto: dpa
  • Stressabbau durch Pflanzenpflege: Gärtnern, selbst auf dem Balkon, hilft pflegenden Angehörigen, Überforderung zu reduzieren und das Gefühl von Selbstwirksamkeit zu stärken.
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Gärtnern für pflegende Angehörige. Schon kleine Arbeiten mit Pflanzen können helfen, Stress und negative Gefühle im Pflegealltag zu reduzieren. Selbst ein kurzer Gang auf den Balkon mit der Gießkanne kann einen Ausgleich schaffen und das Gefühl stärken, etwas selbst zu gestalten.

Darauf weist Gartentherapeutin Susanne Büssenschütt im Online-Magazin Ich pflege (Ausgabe 01/2026) der Aktion «Das sichere Haus» (DSH) hin. Pflegende Angehörige erleben ihren Alltag häufig als stark fremdbestimmt. Wer sich um Pflanzen kümmert, erlebe dagegen das Gegenteil. Pflege und Wachstum seien direkt sichtbar und vermittelten schnell ein Gefühl von Selbstwirksamkeit.

Auch kleine Aufgaben reichen dafür aus. Schon das Gießen oder Entfernen trockener Blätter könne eine kurze Pause vom Pflegealltag bieten. Ein Vorteil. Für Balkongärten muss die Wohnung nicht verlassen werden. Die pflegebedürftige Person bleibt in der Nähe.

Robuste Pflanzen vermeiden Frust beim Balkongärtnern

Damit der Ausgleich langfristig funktioniert, sollte der Aufwand überschaubar bleiben. Zu anspruchsvolle Pflanzen können schnell Frust auslösen. "Ansonsten kann sich schnell Frust einstellen", so Gartentherapeutin Büssenschütt gegenüber Ich pflege.

Für den Einstieg eignen sich nach ihrer Einschätzung vor allem pflegeleichte Arten:

  • Fetthenne
  • Hauswurz
  • Lavendel
  • Geranien

Diese Pflanzen kommen mit wenig Wasser aus oder gelten als robust. Wer sich die Auswahl und das Einpflanzen sparen möchte, findet im Handel auch fertig bepflanzte Balkonkästen. Sie müssen meist nur aufgehängt und gelegentlich gegossen werden.

Der kleine Pflegeaufwand kann so zu einer regelmäßigen kurzen Auszeit im Alltag werden. dpa/red

Autor:

Sarah Isele aus Mannheim-Nord

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