Sportboot einlagern: So sinkt das Brandrisiko im Winterlager

Symbolbild: Wer sein Sportboot im Winterlager abstellt, kann mit wenigen Maßnahmen das Brandrisiko deutlich senken. Neue GDV-Hinweise erklären, worauf es besonders bei Lithium-Ionen-Batterien, Gas und Heißarbeiten ankommt. | Foto: NIKIBA/stock.adobe.com
  • Symbolbild: Wer sein Sportboot im Winterlager abstellt, kann mit wenigen Maßnahmen das Brandrisiko deutlich senken. Neue GDV-Hinweise erklären, worauf es besonders bei Lithium-Ionen-Batterien, Gas und Heißarbeiten ankommt.
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Sicherheit Sportboot Einlagerung. Wer ein Sportboot im Winterlager abstellt, senkt das Brandrisiko vor allem dann, wenn Lithium-Ionen-Batterien nicht an Bord bleiben und typische Zündquellen in Halle und Boot konsequent vermieden werden.

Gerade am Saisonende landen Akkus, E-Bikes, Werkzeug und Bordelektronik oft zusammen mit dem Boot in der Halle. Nach Einschätzung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) kann das zum Problem werden, weil sich Brände bei dicht stehenden Booten schnell ausbreiten können.

Der GDV hat dafür neue Sicherheitshinweise veröffentlicht, die sich an Bootseigner und Betreiber von Winterlagern richten. Erarbeitet wurden sie gemeinsam mit dem Verband Maritime Wirtschaft Deutschland und dem Verband der Sportboot- und Schiffbau-Sachverständigen.

Lithium-Ionen-Batterien: nicht an Bord überwintern lassen

Einen Schwerpunkt legen die Empfehlungen auf Lithium-Ionen-Batterien. Sie stecken auf Sportbooten nicht nur im Antrieb oder Bordstromsystem, sondern oft auch in E-Bikes, Akkuschraubern und tragbaren Geräten. Aus Sicht der Versicherer steigt das Brandrisiko vor allem dann, wenn Batterien beschädigt sind, falsch gelagert oder unsachgemäß geladen werden.

Der GDV empfiehlt, tragbare Lithium-Ionen-Batterien nicht an Bord eingewinterter Boote zu lagern. Stattdessen sollen sie in getrennten Bereichen aufbewahrt werden, die entweder durch automatische Löschanlagen geschützt oder brandschutztechnisch ausreichend von anderen Lagerflächen getrennt sind. Außerdem soll die gelagerte Menge begrenzt werden, damit sich ein Feuer im Ernstfall weniger leicht ausbreiten kann.

Vor der Einlagerung werden folgende Kontrollen und Schutzmaßnahmen genannt:

  • Sichtprüfung auf Verformungen, Beschädigungen, Leckagen oder ungewöhnliche Wärmeentwicklung.
  • Pole gegen Kurzschluss sichern, zum Beispiel durch Abdeckungen oder Isoliermaterial.
  • Schutz vor Stößen, Herunterfallen und anderen mechanischen Belastungen.
  • Laden und Lagerung nach Herstellervorgaben, dazu regelmäßige Kontrollen.

Weitere typische Brandquellen im Winterlager reduzieren

Neben Akkus greifen die Hinweise weitere bekannte Brandursachen auf. Genannt werden unter anderem offenes Feuer und Rauchen, die an Bord und in Lagerhallen zu vermeiden sind. Auch Gasflaschen und Benzinkanister sollen nicht auf den Booten verbleiben.

Für Abdeckungen wird empfohlen, ausschließlich schwer entflammbare Planen zu verwenden. Zudem gilt bei Wartung und Reparatur besondere Vorsicht: Schweiß-, Schleif- und andere Heißarbeiten sollten nach Möglichkeit nicht in Winterlagerhallen stattfinden, weil dabei Funken oder Hitze Brände auslösen können.

Praktisch für die Einlagerung ist außerdem die Einordnung, dass wertvolle elektronische Geräte und persönliche Gegenstände während der Winterlagerzeit besser von Bord genommen werden.

Was Betreiber von Winterlagerhallen einplanen sollten

Die GDV-Hinweise richten sich auch an Hallenbetreiber. Dazu zählen organisatorische und bauliche Punkte wie ausreichende Brandschutzmaßnahmen, freie Flucht- und Rettungswege, regelmäßige Abstimmungen mit der Feuerwehr und Sicherungen gegen unbefugtes Betreten.

Wer die Details nachlesen möchte, findet die GDV-Merkblätter „Sicherheit im Winterlager – Die Boote“ und „Sicherheit im Winterlager – Die Halle“ hier: www.gdv.de.

Unterm Strich entsteht der größte Sicherheitsgewinn im Winterlager meist durch wenige, gut kontrollierbare Punkte wie getrennte Akku-Lagerung, weniger brennbare Stoffe an Bord und das Vermeiden von Heißarbeiten in der Halle.

Autor:

Meike Jakob aus Landau

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