Snacktomaten bei Öko-Test: Bio sauber, viele andere belastet
- Öko-Test warnt bei Snacktomaten vor Pestizidrückständen. Bio-Tomaten schneiden deutlich besser ab
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Snacktomaten bei Öko-Test. Snacktomaten gelten als gesunder Happen für zwischendurch. Doch Öko-Test zeigt: Gerade viele konventionelle Produkte bringen nicht nur Vitamine mit, sondern auch Pestizidrückstände.
Wer im Supermarkt schnell zu Dattel-, Cherry- oder Cocktailtomaten greift, erwartet vor allem eins: einen frischen, unkomplizierten Snack für zwischendurch. Genau diese kleinen Tomaten hat Öko-Test in Ausgabe 06/2026 jetzt genauer unter die Lupe genommen und dafür 26 Produkte eingekauft, darunter jeweils etwa zur Hälfte Bio- und konventionelle Ware. Das Ergebnis fällt bei den Pestiziden deutlich aus: Alle Bio-Tomaten schneiden mit „sehr gut“ ab, während der Test zugleich zeigt, dass viele konventionelle Snacktomaten belastet sind.
Dürfen Tomaten in den Kühlschrank?
Kälte reduziert Aromen. Tomaten verlieren im Kühlschrank an Aroma und sollten deshalb nicht dort gelagert werden. Das hat sich inzwischen herumgesprochen, und manche Hersteller im Test schreiben es sogar auf ihre Packungen. Denn die flüchtigen aromatischen Verbindungen, die gemeinsam mit Zuckern und Säuren für das charakteristische Tomaten aroma sorgen, verringern sich im Kühlschrank. Der Verlust ist allerdings nicht sofort zu schmecken, wie chinesische und amerikanische Forschende in einer Studie herausfanden: Erst nach sieben Tagen Kühlung waren die untersuchten Aromastoffe „signifikant“ – nämlich um rund zwei Drittel – reduziert.
Konventionelle Tomaten fallen bei Öko-Test mit Pestiziden auf
Tomaten gehören zu den beliebtesten Gemüsesorten überhaupt. Umso unangenehmer ist der Befund im Test. Öko-Test (den ganzen Test zu Snacktomaten im Öko-Test gibt es kostenpflichtig hier) macht schon zu Beginn klar, worum es geht: Bis auf wenige Ausnahmen sind viele Tomaten aus konventionellem Anbau mit Pestiziden belastet, alle Bio-Tomaten sind sauber. Besonders beide getesteten Produkte von Rewe – Cherry-Roma-Tomaten und Rewe Beste Wahl Cherry-Roma-Tomaten schneiden im Test lediglich mit "ausreichend" ab.
Das ist besonders brisant, weil Snacktomaten oft direkt aus der Packung gegessen werden. Sie landen in Brotdosen, auf dem Büroschreibtisch oder als schneller Happen zwischendurch auf dem Teller. Gerade bei einem solchen Alltagsprodukt dürften viele Verbraucher eher nicht mit Spritzgiftrückständen rechnen.
Öko-Test prüft gezielt kleine Tomatenformen
Tomaten sind laut Öko-Test eine Gemüseart, die bei behördlichen Kontrollen in der Vergangenheit relativ häufig mit Pestizidrückständen aufgefallen ist. Deshalb legen die Tester in diesem Test besonders ihr Augenmerk auf die kleinen Tomaten, die auch bei Kindern sehr beliebt sind.
Für den Test kaufte Öko-Test 26-mal Snacktomaten in Bio-Supermärkten, Supermärkten und Discountern ein. . Im Einkaufswagen landeten dabei verschiedene kleine Sorten – von Dattel-, Cocktail- und Cherrytomaten bis hin zu Pflaumen- und Romatomaten in Minigröße. Wenn möglich, griffen die Tester zu Ware aus EU-Anbau.
Die gute Nachricht kommt aus dem Bio-Regal
Nach den negativen Befunden gibt es immerhin eine klare Entwarnung für Bio-Käufer. In der Tabelle zu den Bio-Snacktomaten sind die getesteten Produkte durchweg pestizidfrei und erhalten ausnahmslos das Testergebnis „sehr gut“. Aber auch einige vier konventionelle Produkte können die Tester aufgrund nicht vorhandener oder weniger Pestizide überzeugen. Zu den Gewinnern im Test gehören neben allen Bio-Produkten:
- Dattel-Cherrytomaten, Lidl, Note: "sehr gut"
- Fruta Novesia Datteltomaten, Globus, Note: "sehr gut"
- Natur Lieblinge Datteltomaten, Aldi Süd, Note: "sehr gut"
- Tegut Cherrytomaten, Tegut, Note: "sehr gut"
Bio oft teurer – aber im Test sauber
Die Preise im Test zeigen zugleich, dass Bio nicht immer billig ist. Die günstigsten Tomaten kosten 90 Cent pro 250 Gramm, die teuersten 2,99 Euro. Einige der Bio-Produkte liegen mit 1,61 bis 2,79 Euro pro 250 Gramm eher im oberen Bereich. Dafür liefern sie aus Sicht von Öko-Test aber eben auch das deutlich unauffälligere Ergebnis bei den Pestiziden.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |
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