Sicher im Wald spazieren: Worauf bei Wind zu achten ist

Gefahr durch Totholz: Bereits bei mäßigem Wind kann es zu herabfallenden Ästen oder umstürzenden Bäumen kommen. (zu dpa: «Darauf sollten Sie beim Waldspaziergang achten») | Foto: dpa
  • Gefahr durch Totholz: Bereits bei mäßigem Wind kann es zu herabfallenden Ästen oder umstürzenden Bäumen kommen. (zu dpa: «Darauf sollten Sie beim Waldspaziergang achten»)
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Waldspaziergang Sicherheit. Ein Spaziergang im Wald gilt als erholsam. Bei Wind kann er jedoch riskanter sein als viele vermuten. Vor allem herabfallende Äste oder umstürzende Bäume können zur Gefahr werden.

Ein tödlicher Unfall durch einen umstürzenden Baum bei Flensburg zeigt, dass solche Risiken auch Spaziergänger betreffen können. Förster raten deshalb dazu, bei stärkerem Wind vorsichtig zu sein und Wälder im Zweifel zu meiden.

«Bei stärkerem Wind empfehle ich, aus den Wäldern draußen zu bleiben. Und zwar nicht erst bei Orkanstärke, sondern ruhig schon ein bisschen vorher», sagt Martin Janner, Gemeindewaldförster in Oberwallmenach in Rheinland-Pfalz. In vielen Wäldern gebe es viel Totholz in den Baumkronen. Bei Wind könnten Äste abbrechen oder auch ganze Bäume umfallen.

Trockene Kronen und kranke Bäume erhöhen das Risiko

Beim Spaziergang lohnt sich deshalb auch ein Blick nach oben. So lasse sich vermeiden, unter trockenen Kronen entlangzugehen. Nicht immer seien diese sofort erkennbar. Bei Eichen und Buchen komme es vor, dass ein Baum unten noch grün wirke, während weiter oben bereits abgestorbene Äste hängen.

Ein besonderes Risiko geht laut Förster von Eschen aus. Diese Baumart könnte in Deutschland in den kommenden Jahren oder Jahrzehnten weitgehend verschwinden. Ursache ist ein Pilz aus Asien, das «Falsche Weiße Stängelbecherchen». Der Erreger lässt Bäume vollständig absterben, auch die Wurzeln.

«Letzten Endes steht er dann wie ein Bleistift im Boden und kann sehr leicht umfallen», warnt Janner.

Trockenheit schwächt viele Wälder

Auch die trockenen Jahre haben den Wäldern zugesetzt. Geschwächte Bäume sind anfälliger für Krankheiten und sterben schneller ab. Dadurch entstehen mehr instabile Bäume und abgestorbene Äste.

«Dadurch sind die Bäume logischerweise krankheitsanfälliger und durchaus mal in der Situation, dass sie alleine aufgrund der Trockenheit absterben.» Seit Jahren falle deutlich weniger Niederschlag. Gleichzeitig seien die Temperaturen gestiegen.

Wer bei ruhigem Wetter unterwegs ist und auf beschädigte oder abgestorbene Kronen achtet, kann das Risiko bei einem Waldspaziergang deutlich einschätzen. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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