Shoppen zu Ostern: So erkennen Familien Phishing und Fake-Downloads
- In den Osterferien steigt die Bildschirmzeit, und damit auch die Gefahr durch Phishing-Links und Fake-Downloads auf Tablet und Smartphone.
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Ostern online sicher. Wer typische Oster-Betrugsmaschen kennt und ein paar Geräteeinstellungen prüft, senkt das Risiko für Datenklau und Schadsoftware in den Ferien spürbar.
Gerade rund um Ostern laufen viele Absprachen über Messenger und soziale Netzwerke, während nebenbei Geschenke, Schokolade oder Kurzurlaube gesucht werden. Gleichzeitig verbringen Kinder in den Ferien oft mehr Zeit mit Gaming und YouTube. Das ist der Moment, in dem Betrüger auf schnelle Klicks setzen.
Der IT-Sicherheitsanbieter KnowBe4 hat dazu Hinweise von Dr. Martin Krämer, CISO-Advisor, zusammengefasst. Im Kern geht es um zwei typische Fallen: Phishing über angebliche Oster-Schnäppchen und Malware über „kostenlose“ Tools für beliebte Spiele.
Typische Oster-Fallen und was im Alltag dahintersteckt
- „Golden Egg“-Phishing mit Rabatten und Gewinnspielen: Vor Feiertagen werden Feeds oft mit Werbegeschenken oder massiven Rabatten gefüllt, etwa für Luxusschokolade oder Kurzurlaube. Ein Klick führt nicht selten auf Seiten, die Kartendaten abgreifen oder persönliche Daten unter dem Vorwand einer „Identitätsprüfung“ einsammeln. Praktisch hilft als Einordnung: Angebote, die ungewöhnlich groß wirken oder zu dringend formuliert sind, sind häufig nicht seriös. Verlässlicher ist es, die Adresse der bekannten Anbieter selbst aufzurufen statt Links aus Anzeigen, WhatsApp-Nachrichten oder Posts zu nutzen.
- Fake-Downloads rund um Roblox, Fortnite und Minecraft: In den Ferien zielen Betrüger laut KnowBe4 besonders auf jüngere Nutzer. Häufige Beispiele sind „kostenlose Robux-Generatoren“ oder „Fortnite-Skin-Changer“, die über gefälschte Websites oder YouTube-Tutorials beworben werden. Hinter dem Download steckt oft Schadsoftware, die nicht nur das Kindergerät betrifft, sondern sich im Heimnetz auf weitere Geräte ausbreiten kann.
Praktische Schutzhebel in der Familie
- Käufe und Downloads an Freigaben koppeln: „Ask to Buy“-Funktionen können verhindern, dass Apps, In-App-Käufe oder Add-ons unbemerkt installiert oder bezahlt werden.
- Passwörter bleiben privat: Ein wiederkehrendes Problem sind Passwortanfragen durch Online-Kontakte. Als klare Regel hilft: Passwörter werden nicht geteilt, auch nicht mit „Freunden“, die nur online bekannt sind.
- Links wie Paketannahmen behandeln: Nicht jeder Link ist gefährlich, aber der Absender allein reicht als Prüfung nicht. Im Zweifel ist der direkte Aufruf der offiziellen Website der sicherere Weg, weil er Umleitungen auf Phishing-Seiten umgeht.
Unterm Strich sind es weniger „Oster-Spezialtricks“ als eine Mischung aus Ferien-Alltag und mehr Bildschirmzeit, die Betrüger ausnutzen.
Autor:Meike Jakob aus Landau |