Praktika für Schulabbrecher: So klappt der Einstieg in den Job
- Kein Abschluss, aber Bock: Praktika und Probearbeit zeigen Motivation und Zuverlässigkeit – das kann Türen zur Ausbildung öffnen.
- Foto: Jens Kalaene/dpa/dpa-mag
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Praktika für Schulabbrecher. Ein Praktikum oder Probearbeiten kann den Einstieg in Ausbildung und Job erleichtern, wenn ein Schulabschluss fehlt oder der Lebenslauf Lücken hat.
Wer die Schule ohne Abschluss verlässt, stößt bei der Jobsuche oft auf Hürden. Nach Einschätzung von Expertinnen kann ein Betrieb dabei besser einschätzen, wie motiviert, zuverlässig und interessiert jemand im Arbeitsalltag ist.
"Praktika und Probearbeit sind eine gute Möglichkeit, Betriebe von den eigenen Fähigkeiten zu überzeugen", sagt Irmgard Pirkl von der Zentrale der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg. Wer Motivation, Zuverlässigkeit und Interesse zeigt, könne damit in manchen Fällen einen fehlenden Schulabschluss ausgleichen und den Einstieg in eine Ausbildung schaffen.
Unterstützung bei Bewerbung und Vorbereitung
Vielen Schulabbrecherinnen und Schulabbrechern fällt es laut Fachleuten schwer, sich überhaupt um ein Praktikum oder Probearbeiten zu bewerben. Hilfe bieten dafür mehrere Anlaufstellen.
- Die Agentur für Arbeit unterstützt bei der Suche nach passenden Angeboten.
- Das Jobcenter kann Bewerbungsunterstützung und weitere Hilfen vermitteln.
- Auch das Jugendamt hilft dabei, geeignete Coachings zu finden.
Über solche Angebote könnten Schulabbrecher ein positives Selbstbild aufbauen und soziale Kompetenzen wie Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit trainieren, so Anke Burmeister von der Beratungsstelle für arbeitslose Jugendliche und junge Erwachsene im Jugend-Job-Center Düsseldorf. Praktika sind damit vor allem eine praktische Chance, Fähigkeiten sichtbar zu machen, wenn Zeugnisse allein nicht ausreichen. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |