Perimenopause erkennen: Typische Anzeichen und was im Alltag hilft
- Perimenopause: typische Anzeichen, Einordnung der Diagnose und häufig diskutierte Hilfen.
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Perimenopause erkennen. Unklare Beschwerden wie Schlafprobleme, Reizbarkeit oder Brainfog können zur ersten Phase der Wechseljahre passen, und ein praktischer nächster Schritt ist, Symptome als Gesamtbild einzuordnen statt einzeln abzuarbeiten.
Viele Frauen erleben ab Ende 30 oder Anfang 40 Phasen, in denen sie sich „plötzlich anders“ fühlen. Dazu gehören zum Beispiel schlechter Schlaf, innere Unruhe, Stimmungsschwankungen oder Konzentrationsprobleme. Die ARD-Wissen-Doku „Perimenopause – Bin ich schon drin?“ vom SWR, abrufbar ab am Donnerstag, 30. Juli in der ARD Mediathek, greift genau diese Alltagssituation auf und will Orientierung geben, wenn zwischen Social-Media-Trends, Supplements und Versprechen die verlässliche Einordnung fehlt.
In der Doku berichtet Svenja Post, Anfang 40, dass sie sich seit einigen Monaten kaum wiedererkennt. Besonders in der zweiten Zyklushälfte spürt sie deutliche psychische Veränderungen und eine für sie untypische Überforderung. Der Punkt dahinter ist alltagsnah: Nicht ein einzelnes Symptom entscheidet, sondern das Muster und die Veränderung über Zeit.
Woran die Perimenopause im Alltag häufig auffällt
Die Perimenopause ist die frühe Phase der Wechseljahre. Im Alltag wird sie oft nicht als „ein Thema“ erkannt, weil Beschwerden breit streuen und in anderen Kontexten ebenfalls vorkommen. In der SWR-Doku werden unter anderem diese Anzeichen genannt:
- Schlafprobleme
- Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen
- „Brainfog“, also gefühlte Denk- und Konzentrationsprobleme
- psychische Veränderungen, teils besonders in der zweiten Zyklushälfte
Ein weiteres Beispiel aus der Doku ist Annika, die mitten in der Perimenopause steckt und bemerkt, dass sich ihre ADHS-Symptome verstärken. Die Doku ordnet ein, dass es zwischen ADHS und Perimenopause offenbar Wechselwirkungen geben kann. Für Betroffene ist das vor allem als Hinweis nützlich, Veränderungen nicht vorschnell als „reines Stressproblem“ abzutun, sondern im Zyklus und im zeitlichen Verlauf mitzudenken.
Diagnose: Warum viele sich alleingelassen fühlen
Ein Kernpunkt der Doku ist das Problem vieler Betroffener auf dem Weg zur Diagnose. Oft werden einzelne Beschwerden betrachtet, weniger das Gesamtbild. Genau dadurch entsteht das Gefühl, „nirgends richtig anzukommen“, obwohl die Belastung real ist.
In der Doku kommt Prof. Bettina Toth von der Universitätsklinik für Gynäkologische Endokrinologie Innsbruck vor. Sie forscht an einem neuen Biomarker, der die Diagnose Perimenopause künftig erleichtern soll. Das ist eine Einordnung, keine fertige Lösung für heute, zeigt aber, dass an objektiveren Diagnosewegen gearbeitet wird.
Was helfen kann: Einordnung statt Versprechen
Nach der Diagnose stellt sich vor allem die praktische Frage, welche Maßnahmen im Alltag tatsächlich relevant sein können. Die Doku nennt als Felder, die oft diskutiert werden:
- Hormontherapien als medizinische Option
- Supplements als häufig beworbene, aber sehr unterschiedlich bewertete Ansätze
- weniger Stress als möglicher Einflussfaktor auf die Belastung durch Symptome
Der Nutzen dieser Einordnung liegt darin, Marketingversprechen nicht mit Wirksamkeitsnachweisen zu verwechseln und Beschwerden nicht nur „wegzuoptimieren“, sondern gezielt Hilfe zu suchen, sobald das Gesamtbild stimmig wird.
Wer die Inhalte nachvollziehen will, findet den Trailer in der ARD Mediathek unter ardmediathek.de sowie Hintergrundinfos beim SWR unter swr.li/perimenopause.
Je früher Beschwerden als mögliche Perimenopause eingeordnet werden, desto gezielter lässt sich der nächste sinnvolle Schritt zur Entlastung planen.
Autor:Meike Jakob aus Landau |