„Nicht dümmer, im Gegenteil!“ – Neue Arbeitsagentur-Chefin verteidigt die Jugend

«Wir brauchen jeden einzelnen Jugendlichen», sagt die neue Chefin der Arbeitsagentur-Regionaldirektion Ulrike Mohrs. | Foto: Hannes P. Albert/dpa
  • «Wir brauchen jeden einzelnen Jugendlichen», sagt die neue Chefin der Arbeitsagentur-Regionaldirektion Ulrike Mohrs.
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Mainz. Für Betriebe und Familien in Rheinland-Pfalz und im Saarland ist die Botschaft klar: Junge Menschen werden auf dem Arbeitsmarkt dringend gebraucht. Die neue Leiterin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz/Saarland der Bundesagentur für Arbeit, Ulrike Mohrs, hat Debatten über angeblich faule oder schlechter qualifizierte Jugendliche deutlich zurückgewiesen.

Mohrs sagte der Deutschen Presse-Agentur, jede Generation habe schon den Niedergang beschworen, weil die nachfolgende angeblich so viel schlechter sei. Die heutige junge Generation sei aber nicht dümmer, sondern „im Gegenteil“.

Neue Regionalchefin setzt auf Chancen

Seit Dienstag, 1. Juli, steht die 61-Jährige an der Spitze der Regionaldirektion. Aus ihrer Sicht geht es nicht darum, jungen Menschen pauschal Defizite zuzuschreiben. Entscheidend sei vielmehr, wie Kinder und Jugendliche sozialisiert würden. Mohrs sagte, Jugendliche müssten dort abgeholt werden, wo sie stehen.

Fachkräftemangel erhöht den Druck

Nach Einschätzung der Regionalchefin hat das Thema auch für den Arbeitsmarkt große Bedeutung. „Wir brauchen jeden einzelnen Jugendlichen“, sagte sie. Das betreffe die persönliche Entwicklung junger Menschen ebenso wie die Gesellschaft, der Fachkräfte fehlten.

Wichtig sei deshalb, Kindern und Jugendlichen Chancen aufzuzeigen. Sie sollten nicht nur mit Problemen und Defiziten konfrontiert werden. Mohrs betonte, junge Menschen müssten stärker erfahren, dass es neben Herausforderungen auch Lösungen gebe.

Resilienz als Schlüssel für den Berufsweg

Nach den Worten der Behördenleiterin hilft dieser Blick auf Lösungen dabei, resiliente Erwachsene zu fördern. Diese Widerstandskraft spiele im Leben eine große Rolle, auch im Umgang mit empfundenen oder tatsächlichen Ungerechtigkeiten. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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