Mangold ernten: Mit diesem Trick wächst das Gemüse immer wieder nach

Mangold ist ein dankbares Gemüse und lässt sich über mehrere Monate hinweg leicht ernten. | Foto: supaleka/stock.adobe.com
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Mangold ernten. Mangold gehört zu den dankbarsten Gemüsesorten im Garten: Wer richtig erntet, kann über viele Wochen hinweg immer wieder frische Blätter abschneiden. Entscheidend sind der richtige Zeitpunkt, die passende Erntetechnik und ein Blick auf Wetter und Pflanzenzustand.

Mangold ist pflegeleicht, wächst schnell und liefert oft mehr Ernte, als auf einmal verarbeitet werden kann. Gerade deshalb lohnt es sich zu wissen, wann das Blattgemüse erntereif ist, wie es richtig geerntet wird und ab welchem Zeitpunkt Schluss sein sollte. Mangold muss nicht auf einen Schlag geerntet werden, sondern liefert bei richtiger Vorgehensweise den ganzen Sommer über neue Blätter nach.

Wie erkennt man, ob Mangold reif ist?

Mangold ist je nach Sorte vergleichsweise schnell erntereif. Utopia zufolge kann er bereits zwei bis drei Monate nach der Aussaat geerntet werden. Mein schöner Garten wird noch konkreter: Blattmangold ist nach etwa zehn Wochen erntereif, Stielmangold meist schon nach rund acht Wochen. Wer im April sät, kann also meist ab Ende Mai oder Anfang Juni mit der ersten Ernte rechnen.

Ob Mangold reif ist, zeigt sich vor allem an Größe und Entwicklung der Blätter. Junge Blätter sind weich, zart und mild im Geschmack, während größere, kräftigere Blätter aromatischer und herber schmecken. Für Baby-Leaf-Mangold empfiehlt Mein schöner Garten sogar eine besonders frühe Ernte, sobald die Blätter etwa Handhoch gewachsen sind. Reif ist Mangold also nicht nur in einem einzigen Stadium – geerntet werden kann je nach gewünschtem Geschmack und Verwendungszweck.

Junge Mangoldblätter gelten als milder

Mangold enthält Oxalsäure, die Mineralstoffe wie Calcium und Magnesium binden kann. Mein schöner Garten weist darauf hin, dass junge Blätter weniger Oxalsäure enthalten als ältere – ein spannender Punkt für alle, die Mangold möglichst mild und bekömmlich genießen möchten.

Wie erntet man Mangold richtig?

Mangold ist besonders dankbar im Beet, weil er nicht nur einmal geerntet werden kann. Wer bei der Ernte richtig vorgeht, sorgt dafür, dass die Pflanze den ganzen Sommer über immer wieder frische Blätter nachliefert.

Entscheidend ist dabei vor allem die richtige Technik: Nicht die ganze Pflanze wird auf einmal geschnitten, sondern in der Regel Blatt für Blatt von außen nach innen geerntet. So bleibt das Herz der Pflanze erhalten und neuer Mangold kann nachwachsen.

So wird Mangold richtig geerntet

  • Mangold erst ernten, wenn die Blätter ausreichend groß und kräftig sind – je nach Sorte meist etwa 8 bis 10 Wochen nach der Aussaat.
  • Für eine fortlaufende Ernte immer nur die äußeren Blätter auswählen
  • Das Herz der Pflanze unbedingt stehen lassen, damit neue Blätter nachwachsen können
  • Die Blätter von außen nach innen ernten
  • Blattmangold entweder vorsichtig abzupfen oder mit einem scharfen Messer einige Zentimeter über dem Pflanzenherz abschneiden
  • Beim Stielmangold die äußeren Blätter samt Stiel vorsichtig herausdrehen, herausbrechen oder mit einem Messer einige Zentimeter über der Ansatzstelle abschneiden
  • Alte, zähe oder leicht durchlöcherte Blätter möglichst zunächst an der Pflanze lassen, solange sie noch nicht gelb oder schlaff sind, weil sie die Pflanze weiter bei der Photosynthese unterstützen
  • Nur so viel Mangold ernten, wie zeitnah verwendet werden kann, da das Gemüse nach der Ernte nur kurz frisch bleibt
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Wie lange kann man Mangold aus dem Garten essen?

Mangold gehört zu den Gemüsesorten, die über einen langen Zeitraum geerntet werden können. Laut Mein schöner Garten ist eine Ernte von Ende Mai oder Anfang Juni bis zum Frosteinbruch möglich. Häufig wird Mangold als das Gemüse beschrieben, das den ganzen Sommer über bis in die Herbst- und teils sogar Wintermonate hinein geerntet werden kann, wenn die Bedingungen stimmen.

Voraussetzung dafür ist die richtige Erntetechnik. Werden nur die äußeren Blätter geerntet und das Pflanzenherz bleibt unbeschädigt, treibt Mangold immer wieder neu aus. In milden Regionen oder im Gewächshaus kann sich die Erntezeit sogar noch verlängern. Frisch aus dem Garten gegessen werden sollte Mangold allerdings möglichst zeitnah nach der Ernte, weil die Vitamine schnell nachlassen und das Gemüse im Kühlschrank nur kurz haltbar ist.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Mangold ist je nach Sorte etwa acht bis zehn Wochen nach der Aussaat erntereif. Stielmangold kann oft schon nach rund acht Wochen geerntet werden, Blattmangold meist nach etwa zehn Wochen.
Am besten werden immer nur die äußeren Blätter geerntet, damit das Herz der Pflanze stehen bleibt und neue Blätter nachwachsen können. Die Blätter lassen sich je nach Sorte abzupfen, herausdrehen oder mit einem scharfen Messer dicht über der Ansatzstelle abschneiden.
Mangold kann in der Regel von Ende Mai oder Anfang Juni bis zum ersten Frost geerntet werden. Bei mildem Wetter ist die Ernte sogar bis in die Herbst- und teils Wintermonate möglich.
Mangold sollte möglichst frisch verwendet werden, weil er nur kurz haltbar ist. Im Kühlschrank bleibt er in ein feuchtes Tuch eingeschlagen ein bis zwei Tage frisch.

Wann sollte man Mangold nicht mehr ernten?

Spätestens mit dem ersten stärkeren Frost ist die Mangold-Saison im Freiland in der Regel vorbei. Der Frosteinbruch, spätestens der Dezember, gilt als das natürliche Ende der Erntezeit. Zwar gelten ausgewachsene Pflanzen als vergleichsweise robust, doch dauerhaft kalte Temperaturen setzen dem Blattgemüse zu.

Auch unabhängig vom Kalender gibt es Situationen, in denen Mangold besser nicht mehr geerntet werden sollte. Welke, gelbe oder stark beschädigte Blätter sind kein Genuss mehr und sollten eher entfernt als verzehrt werden. Zusätzlich sollte man immer nur so viel Mangold ernten, wie zeitnah verwendet werden kann, weil das Gemüse nach der Ernte rasch an Qualität verliert.

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Autor:

Sarah Isele aus Mannheim-Nord

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