Lithium-Ionen-Akkus sicher betreiben: So sinkt das Brandrisiko

Symbolbild: Lithium-Ionen-Akkus gelten bei richtigem Umgang als sicher. Eine neue VdS-Publikation, auf die der GDV hinweist, bündelt Maßnahmen, mit denen sich Brandrisiken beim Laden und Lagern im Alltag senken lassen. | Foto: Xaver Klaussner/stock.adobe.com
  • Symbolbild: Lithium-Ionen-Akkus gelten bei richtigem Umgang als sicher. Eine neue VdS-Publikation, auf die der GDV hinweist, bündelt Maßnahmen, mit denen sich Brandrisiken beim Laden und Lagern im Alltag senken lassen.
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Lithium-Ionen-Akkus sicher betreiben. Mit ein paar festen Regeln beim Laden, Lagern und Umgang lässt sich das Risiko eines Akku-Brandes in handgeführten Geräten deutlich reduzieren.

Ob Akkuschrauber im Betrieb, Funkgerät im Einsatzkoffer oder Werkzeugakku im Lagerregal. Im Alltag läuft vieles nebenbei, auch das Laden über Nacht oder das Ablegen von Akkus zwischen Kartons. Genau hier setzt eine neue Sicherheitspublikation an: Der Versicherer-Dachverband GDV verweist auf einen Entwurf der VdS-Richtlinie 6159, die typische Gefahren bei Lithium-Ionen-Akkus beschreibt und Schutzmaßnahmen für den sicheren Betrieb zusammenfasst.

Grundsätzlich gelten Lithium-Ionen-Akkus bei ordnungsgemäßem Umgang als sicher. Problematisch wird es vor allem bei unsachgemäßem Gebrauch oder technischen Mängeln. Dann kann es im Einzelfall zu einem Akku-Brand kommen, etwa durch einen sogenannten Thermal Runaway, bei dem die Zelle unkontrolliert überhitzt.

Worauf es in der Praxis vor allem ankommt

Die VdS-Hinweise zielen vor allem auf Umgebungen, in denen viele handgeführte Geräte mit Akkus genutzt werden, etwa in kommunalen, gewerblichen oder industriellen Betrieben. Im Kern geht es um zwei Ziele: Brände vermeiden und mögliche Brände früh erkennen, bevor größerer Schaden entsteht.

Typische Stellschrauben, die im Arbeitsalltag besonders relevant sind:

  • Ladebereiche so organisieren, dass keine brennbaren Stoffe direkt daneben liegen. Akkus werden häufig in Regalen, Werkstätten oder Lagerräumen geladen. Wenn sich dort Kartonagen, Reinigungsmittel oder andere leicht entzündliche Materialien sammeln, kann das im Fall eines Defekts die Ausbreitung begünstigen.
  • Technische Mängel und „auffälliges“ Verhalten ernst nehmen. Ein Akku, der ungewohnt heiß wird, sich verformt oder anders als üblich reagiert, passt nicht in den Normalbetrieb. In der Einordnung der VdS sind solche Abweichungen ein Warnsignal, weil Defekte zu Überhitzung führen können.
  • Früherkennung statt Reaktion im Ernstfall. Maßnahmen, die Brände rechtzeitig erkennen, können verhindern, dass aus einem kleinen Ereignis ein größerer Schaden wird. Das ist besonders wichtig in Bereichen, die nachts oder am Wochenende nicht dauerhaft besetzt sind.

Wer Details, Begriffe und den vollständigen Maßnahmenkatalog nachlesen will, findet den Entwurf der VdS 6159 samt Konsultationsinformationen online unter vds.de/vds-verlag/konsultationsverfahren/entwuerfe-gdv/vds-6159-entwurf.

Am Ende läuft es auf eine alltagstaugliche Konsequenz hinaus: Wo Akkus genutzt und geladen werden, entscheidet eine saubere Organisation von Ladeplatz, Umgebung und Kontrolle oft darüber, ob ein Defekt folgenlos bleibt oder zum Brand wird.

Autor:

Meike Jakob aus Landau

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