Kündigung erhalten: Was Arbeitnehmer jetzt sofort beachten sollten
- Auch wenn es schwerfällt: Nach einer Kündigung gilt es, Ruhe zu bewahren und die nächsten Schritte zu planen.
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Kündigung erhalten. Nach einer überraschenden Entlassung entscheidet das Verhalten in den ersten Stunden und Tagen oft darüber, wie gut sich die Situation klären und der nächste Schritt planen lässt. Wichtig ist zunächst, ruhig zu bleiben und nichts vorschnell zu sagen.
Wird im Gespräch unerwartet die Beendigung des Arbeitsverhältnisses mitgeteilt, geraten viele Beschäftigte emotional unter Druck. Führungskräftecoachin und Autorin Gudrun Happich empfiehlt im Karriereportal Xing, die Situation möglichst sachlich zu halten und sich auf den Ablauf zu konzentrieren.
Im Gespräch Ruhe bewahren und den Ablauf klären
Auch wenn Wut oder Enttäuschung verständlich sind, sollten diese Gefühle im Gespräch nicht offen ausgelebt werden. Wer ruhig bleibt, vermeidet Aussagen, die später bereut werden könnten. Im Mittelpunkt steht zunächst nicht die Frage nach dem Warum, sondern nach dem weiteren Vorgehen. Es kann sinnvoll sein, den Arbeitgeber zu fragen, wie der Ablauf geplant ist und ob ein Angebot vorgesehen ist.
Nach der Kündigung rechtliche Prüfung einholen
Nach dem Gespräch rät Gudrun Happich dazu, die Kündigung durch einen Anwalt für Arbeitsrecht prüfen zu lassen. Gemeinsam lässt sich klären, ob die Kündigung formal korrekt ist und ob etwa eine Abfindung angeboten wurde oder verhandelbar sein könnte. Weitere Gespräche mit dem Arbeitgeber können anschließend über die rechtliche Vertretung laufen.
In den ersten Tagen nach einer Entlassung erleben viele Betroffene starke Emotionen. Fassungslosigkeit, Verletzung, Traurigkeit oder Wut sind laut Happich typische Reaktionen. Diese Gefühle bewusst wahrzunehmen, statt sie zu verdrängen, kann helfen, die Situation abzuschließen und wieder Energie zu gewinnen.
Einige Wochen später die Ursachen analysieren
Mit etwas Abstand lässt sich oft besser einordnen, warum es zur Kündigung kam. Häufig zeigen sich rückblickend Hinweise, die zuvor vielleicht unterschätzt wurden. Dazu können etwa Abmahnungen oder Kritikgespräche gehören. "Als Mitarbeiter oder Mitarbeiterin sollte ich das unbedingt ernst nehmen", sagt Gudrun Happich. Auch wirtschaftliche Probleme im Unternehmen oder diskutierte Abfindungsprogramme entstehen meist nicht plötzlich. "Auch das kommt nicht plötzlich, sondern ist ein Prozess, von dem man als Mitarbeiter etwas mitbekommt", so die Coachin.
Bis zum Ende der Beschäftigung empfiehlt es sich, die Arbeit weiterhin zuverlässig zu erledigen und parallel zu planen, wie der nächste berufliche Schritt aussehen kann. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |