Kindersitze Test von ADAC und Stiftung Warentest: Diese Modelle überzeugen
- Blindkäufe vermeiden: Der ADAC empfiehlt, Kindersitze vor dem Kauf im Fachhandel zu testen, um die Passform für Kind und Auto sicherzustellen.
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Kindersitze im Test. Wer Kinder im Auto mitnimmt, braucht einen sicheren Sitz. Ein aktueller Test von ADAC und Stiftung Warentest zeigt, welche Modelle gut abschneiden und bei welchen Sitzen Vorsicht geboten ist.
Kinder dürfen im Auto laut Gesetz nur mit geeignetem Kindersitz mitfahren, solange sie kleiner als 1,50 Meter oder jünger als 12 Jahre sind. Weil Babys, Kleinkinder und größere Kinder unterschiedliche Systeme brauchen, kommen im Alltag oft mehrere Sitze nacheinander zum Einsatz.
Der ADAC und die Stiftung Warentest haben dafür 26 Babyschalen und Kindersitze untersucht. Die Modelle kosten zwischen rund 65 und 578 Euro. Bewertet wurden Sicherheit, Bedienung, Ergonomie und mögliche Schadstoffe.
Sechs Modelle erhalten die Note „gut“
Das Ergebnis fällt insgesamt solide aus. Sechs Modelle erhalten die Note „gut“. Das entspricht knapp einem Viertel des Testfeldes. Weitere 16 Sitze werden mit „befriedigend“ bewertet.
Vier Modelle gelten dagegen als nicht empfehlenswert. Drei Sitze erreichen nur die Note „ausreichend“. Ein Modell fällt mit „mangelhaft“ durch.
Eine positive Entwicklung zeigt sich bei möglichen Schadstoffen. In keinem der getesteten Sitze wurden PFAS gefunden. Diese sogenannten „Ewigkeitschemikalien“ waren beim vorherigen Test laut ADAC noch in fast jedem dritten Modell nachweisbar.
Diese Sitze schneiden besonders gut ab
Bei den Babyschalen hebt der ADAC vor allem den „Foppapedretti Disk Infant“ hervor. In Kombination mit der Isofix-Station „Tech i-Size“ erreicht er die Gesamtnote 1,9. Ohne die Station kostet der Sitz rund 199 Euro und erhält immer noch die Note 2,2.
Ebenfalls gut bewertet wird der „Silver Cross Glide Plus 360“. Der Sitz für Kinder bis etwa 1,5 Jahre kostet rund 259 Euro und erreicht die Note 2,4.
Bei Sitzen für größere Kinder nennt der ADAC mehrere Modelle mit guten Bewertungen:
- „Cybex Sirona Ti“ für rund 480 Euro. Note: 2,5.
- „Cybex Pallas G3“ für rund 260 Euro. Note: 2,5.
- „Kinderkraft Junior Fix 2 i-Size“ für etwa 75 Euro. Note: 2,5.
Beim Einbau von Babyschalen ohne Isofix weist der ADAC auf einen häufigen Fehler hin. Beim Anschnallen mit dem Fahrzeuggurt werde manchmal der Schultergurt mit dem Beckengurt vertauscht. Dann kann der Sitz bei einem Unfall nicht seine volle Schutzwirkung entfalten.
Warum ein Sitz im Test durchfällt
Ein Modell für Kinder bis etwa 1,5 Jahre fällt mit „mangelhaft“ durch. Bei dem rund 145 Euro teuren Sitz kann sich der Sitz aus der Basisstation lösen und durch das Fahrzeug geschleudert werden. Dadurch drohen schwere Verletzungen.
Die drei „ausreichenden“ Sitze werden unter anderem wegen schwächerer Sicherheitswerte oder eines komplizierten Einbaus abgewertet. In einem Modell fanden die Tester außerdem ein Flammschutzmittel in erhöhter Konzentration im Bezugsstoff.
Der ADAC rät deshalb dazu, Kindersitze möglichst im Fachhandel auszuprobieren. Dort lässt sich prüfen, ob der Sitz zum Auto passt und sich korrekt einbauen lässt. Ein reiner Onlinekauf ohne vorherigen Test kann im Alltag zu Problemen führen. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |