Ketchup kaufen: In diesen Saucen steckt deutlich mehr Tomate
- Der Pommes-Klassiker im Check: Ketchup ist beliebt, aber nicht automatisch tomatig. Gerade bei Gewürzketchup lohnt der Blick aufs Etikett. (zu dpa: «Wie wenig Tomate steckt im Ketchup? Zahl überrascht»)
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Ketchup kaufen. Wer im Supermarkt zu Tomatenketchup greift, bekommt in der Regel deutlich mehr Tomate als bei vielen Gewürzketchups. Der Unterschied steckt im Namen auf dem Etikett und kann darüber entscheiden, wie viel Tomate tatsächlich in der Flasche landet.
Ob zu Pommes, Pasta oder beim Grillen. Ketchup gehört für viele zum Alltag. Doch die fruchtig-süße Soße besteht nicht automatisch überwiegend aus Tomaten. Je nach Produkt kann der Anteil deutlich variieren.
Darauf weist die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hin. Laut Deutschem Lebensmittelbuch ist nur für Produkte mit der Bezeichnung „Tomatenketchup“ eine Mindestmenge festgelegt.
Nur Tomatenketchup hat eine feste Mindestmenge
Für Tomatenketchup sind mindestens sechs Prozent Tomatentrockenmasse vorgeschrieben. Diese Angabe beschreibt den Anteil der Tomate ohne Wasser und dient als Maß dafür, wie viel Tomate tatsächlich verarbeitet wurde.
Anders sieht es bei Gewürzketchup aus. Für diese Bezeichnung gibt es laut Verbraucherzentrale keine festgelegte Mindestmenge an Tomaten. "Für Gewürzketchup wird hingegen keine Mindestmenge an Tomaten festgelegt, da nicht alle Produkte in den Leitsätzen für Lebensmittel abgebildet werden", so die Verbraucherschützer.
Die Folge: In Gewürzketchup steckt häufig weniger Tomate. Stattdessen können mehr Zucker oder andere Süßungsmittel enthalten sein.
Zutatenliste zeigt Unterschiede oft schnell
Wer möglichst wenig Industriezucker und Zusatzstoffe aufnehmen möchte, kann deshalb einen Blick auf die Zutatenliste werfen. Sie zeigt, wie hoch der Tomatenanteil ist und welche weiteren Bestandteile enthalten sind.
Die Ernährungsexpertin Antonia Brandstädter von der Verbraucherzentrale empfiehlt, besonders bei Gewürzketchup genau hinzusehen. Der Name auf dem Etikett kann bereits ein erster Hinweis darauf sein, wie viel Tomate tatsächlich im Produkt steckt. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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