Hortensien düngen mit Hausmitteln: Diese natürlichen Helfer sorgen für mehr Blüten
- Hausmittel können für Hortensien ein guter Zusatzdünger sein. Aber nicht jedes Hausmittel ist geeignet.
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Hortensien düngen mit Hausmitteln. Hortensien brauchen die richtige Nährstoffversorgung, damit sie im Sommer mit großen, kräftigen Blüten begeistern. Wer auf Hausmittel setzen möchte, sollte genau wissen, was wirklich hilft – und was zwar gut gemeint ist, aber auf Dauer keine ideale Lösung ist.
Hortensien zählen zu den beliebtesten Blütensträuchern im Garten, brauchen für ihre volle Blütenpracht aber die passende Nährstoffversorgung. Besonders wichtig ist dabei, dass sie einen eher sauren Boden bevorzugen und von März bis August regelmäßig, aber nicht zu spät im Jahr gedüngt werden. Neben speziellem Hortensiendünger kommen auch einige Hausmittel wie Kaffeesatz, Kompost oder Brennnesseljauche infrage.
Welches Hausmittel ist gut für Hortensien?
Hortensien zählen zu den Pflanzen, die einen eher sauren Boden, gleichmäßige Feuchtigkeit und eine ausgewogene Nährstoffversorgung lieben, so Mein schöner Garten Mein schöner Garten. Wichtig sind vor allem Stickstoff, Kalium und weitere Nährstoffe wie Eisen, während zu viel Kalk und ein zu hoher pH-Wert problematisch sein können.
Genau deshalb sind nicht alle Hausmittel automatisch sinnvoll. Einige organische Helfer können die Versorgung unterstützen, andere liefern nur einzelne Nährstoffe oder verändern den Boden ungünstig. Wer besonders viele Blüten möchte, fährt deshalb meist am besten mit einem speziellen Hortensiendünger – Hausmittel können aber eine gute Ergänzung sein.
Diese Hausmittel eignen sich zum Düngen von Hortensien:
- Kaffeesatz
- Laubkompost
- Nadelkompost
- Hornspäne oder Hornmehl
- Gemüsewasser ohne Salz
- Teebeutel oder loser schwarzer beziehungsweise grüner Tee
- Bananenschalen
- Brennnesseljauche
- Gut abgelagerter Rinderdung
- Rinderdung-Pellets
Wichtig ist dabei: Nicht jedes dieser Mittel ist allein ein vollwertiger Dünger. Manche liefern vor allem Stickstoff, andere eher Kalium oder Mineralstoffe. Für eine dauerhaft üppige Blüte reicht ein einzelnes Hausmittel daher oft nicht aus, wie Compo erklärt.
Ist Kaffeesatz ein guter Dünger für Hortensien?
Kaffeesatz gilt oft als Klassiker unter den Hausmitteln – und tatsächlich bringt er für Hortensien einige Vorteile mit. Er enthält unter anderem Stickstoff, Kalium und Magnesium und kann den pH-Wert leicht senken, was gut zu den Ansprüchen der Pflanzen passt. Deshalb kann Kaffeesatz im Beet durchaus eine sinnvolle Unterstützung sein.
Als alleiniger Dünger ist Kaffeesatz aber nicht ideal. Laut Hortica regt er vor allem das Wachstum an, liefert aber nicht in ausgewogener Form alles, was Hortensien für eine reiche Blütenbildung brauchen. Wer also nur auf Kaffeesatz setzt, riskiert eine einseitige Ernährung. Besser ist es, ihn ergänzend einzusetzen – etwa zusammen mit Kompost, organischen Düngern oder einem speziellen Hortensiendünger.
Welcher Dünger ist der beste für Hortensien?
Der beste Dünger für Hortensien ist in der Regel ein spezieller Hortensiendünger, weil er optimal auf die Bedürfnisse der Pflanzen abgestimmt ist. Solche Dünger enthalten die wichtigen Nährstoffe für Wachstum und Blütenbildung und helfen oft zusätzlich dabei, den Boden im passenden sauren Bereich zu halten. Für Topf-Hortensien empfehlen sich vor allem flüssige Spezialdünger, weil sie regelmäßig und schnell verfügbar aufgenommen werden können.
Wer lieber organisch düngt, kann auch auf gut abgelagerten Rinderdung oder Rinderdung-Pellets setzen. Diese sind gute Möglichkeiten zum Düngen, weil sie den Boden mit Humus anreichern und im Gegensatz zu vielen anderen Mistarten den pH-Wert nicht unnötig anheben.
Warum sollte man Hortensien mit Essig gießen?
Viele Hobbygärtner greifen zu Essig, weil Hortensien einen eher sauren Boden mögen. Die Idee dahinter: Ist das Gießwasser oder der Boden zu kalkhaltig, könnte ein saurer Zusatz helfen, den pH-Wert etwas abzusenken und damit die Nährstoffaufnahme zu verbessern. Gerade bei blauen Hortensien spielt der Säuregehalt des Bodens eine wichtige Rolle, weil er Einfluss auf die Farbentwicklung der Blüten hat.
Trotzdem ist Essig keine ideale Standardlösung für die Pflege von Hortensien. Deutlich sinnvoller ist es, von Anfang an auf einen passenden Standort, kalkarmes beziehungsweise weiches Wasser und einen geeigneten Hortensiendünger zu setzen. So lässt sich das Bodenmilieu schonender und gezielter beeinflussen, ohne die Pflanzen unnötig zu belasten.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |
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