Heuschnupfen beim Autofahren: Wann Symptome und Medikamente riskant sind
- Heuschnupfen und Allergiemedikamente können die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen.
- Foto: DEKRA SE/ Werner Popp
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Heuschnupfen beim Autofahren. Wer in der Pollensaison starke Symptome hat oder müde machende Allergiemittel nimmt, kann am Steuer ähnlich eingeschränkt sein wie bei Übermüdung und sollte die eigene Fahrtüchtigkeit vor jeder Fahrt realistisch einordnen.
Darauf weist die DEKRA SE hin. Problematisch sind nicht nur laufende Nase und juckende Augen, sondern auch plötzliche Niesanfälle, die die Wahrnehmung im Straßenverkehr unmittelbar stören.
Ein konkretes Beispiel zeigt, wie schnell es kritisch wird. Ein Niesanfall führt dazu, dass die Augen kurzzeitig geschlossen sind. Bei Tempo 50 entspricht das in einer Sekunde rund 14 Metern Blindflug.
Was am Steuer besonders stört und wie sich Risiken addieren
Neben den direkten Symptomen kann die allergische Reaktion Begleiterscheinungen auslösen, die im Alltag oft unterschätzt werden. Dazu zählen Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Konzentrationsschwierigkeiten. Die Folgen ähneln den bekannten Risiken durch Übermüdung am Steuer, mit längeren Reaktionszeiten, nachlassender Aufmerksamkeit und mehr Fehlern.
Ein weiterer Risikofaktor sind Medikamente gegen Allergiebeschwerden. Laut DEKRA können vor allem Antihistaminika älterer Generation müde machen und das Reaktionsvermögen deutlich reduzieren. Aber auch moderne Präparate wirken nicht bei allen Menschen gleich. Besonders zu Beginn der Einnahme oder bei einem Wechsel des Medikaments sollte deshalb mit Auswirkungen auf die Fahrtüchtigkeit gerechnet werden. Als praktikabler Ansatz wird genannt, die Einnahme wenn möglich auf den Abend vor dem Schlafengehen zu legen.
Rechtlich liegt die Verantwortung beim Fahrer. Aus § 1 der Straßenverkehrs-Ordnung ergibt sich die Pflicht, niemanden zu gefährden. Daraus folgt, dass ein Fahrzeug nur geführt werden darf, wenn die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit nicht erkennbar beeinträchtigt ist. Wer trotz Einschränkungen fährt und einen Unfall verursacht, muss mit Konsequenzen rechnen.
Besonders ungünstig wird es, wenn mehrere Belastungen zusammenkommen. Starker Pollenflug, eine lange Fahrt, Müdigkeit und Medikamente können sich gegenseitig verstärken. In den Frühjahrsmonaten betrifft das viele Pendlerinnen und Pendler, weil Beschwerden morgens und abends häufig stärker ausfallen.
Als einfache Maßnahmen zur Vorbereitung nennt DEKRA unter anderem:
- Kleidung häufiger ausschütteln, um Pollen zu reduzieren.
- Haare vor dem Schlafengehen waschen, um Pollen nicht mitzunehmen.
- Vor längeren Fahrten die aktuelle Pollenflugvorhersage prüfen, um das persönliche Risiko besser einzuschätzen.
Die DEKRA ordnet außerdem ein, dass Verkehrssicherheit nicht nur vom technischen Zustand des Fahrzeugs abhängt, sondern immer auch vom Zustand des Menschen am Steuer. Praktisch heißt das, dass die Kombination aus Symptomen und Medikamenten in der Pollensaison genauso ernst genommen werden sollte wie Müdigkeit.
Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.
Autor:Meike Jakob aus Landau |