Gurkenanbau im Garten: So gelingt die Ernte von Juni bis September
- Symbolbild: Gurken sind kalorienarm und vielseitig, im Garten gelingt der Anbau mit sonnigem Standort, Wasser und etwas Pflege. Wer Seitentriebe kürzt und regelmäßig düngt, kann über den Sommer immer wieder ernten.
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Gurkenanbau im Garten. Wer jetzt Gurken vorzieht oder bei milderen Temperaturen ins Beet setzt, kann je nach Sorte von Juni bis September regelmäßig ernten und hat einen knackigen Snack direkt aus dem eigenen Garten.
Viele kennen die Salatgurke aus dem Supermarkt das ganze Jahr, im Garten startet die Saison aber erst unter passenden Temperaturen. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung ordnet dazu auch den Hintergrund ein, wie Gurken in Deutschland angebaut werden und worauf es bei Standort, Pflege und Ernte ankommt.
Neben dem eigenen Anbau hilft ein Blick auf die Versorgungslage beim Einordnen. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamts wurden 2025 rund 70.400 Tonnen Salatgurken in Deutschland geerntet, knapp 800 Tonnen weniger als im Vorjahr, und etwa 95 Prozent davon wuchsen unter hohen Schutzabdeckungen.
Warum Gurken meist unter Schutz wachsen
Salatgurken brauchen milde Temperaturen, ausreichend Wasser und humusreiche Böden. Deshalb kommt ein großer Teil der Ernte aus geschütztem Anbau. 2025 wurden laut BLE im geschützten Anbau 66.651 Tonnen auf 218 Hektar geerntet. Im Freiland waren es 3.744 Tonnen auf 118 Hektar.
Besonders viel geschützter Anbau findet in drei Bundesländern statt. Niedersachsen lag 2025 mit 25.627 Tonnen an der Spitze, gefolgt von Bayern mit 17.635 Tonnen und Nordrhein-Westfalen mit 9.981 Tonnen. Zusammen stammten damit 82 Prozent der unter Schutzabdeckungen gewachsenen Salatgurken aus diesen drei Ländern.
Gurken im Garten anbauen: Standort und Pflege im Alltag
Für den Hausgarten empfiehlt das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft einen sonnigen, windgeschützten Platz mit humusreichem Boden. Je nach Sorte kann eine Rankhilfe sinnvoll sein. Da Gurken zu den Starkzehrern zählen, spielt die Nährstoffversorgung während der Wachstumsphase eine Rolle.
- Standort: Sonnig und windgeschützt, Boden humusreich und gleichmäßig feucht.
- Aussaat und Pflanzung: Bei milderen Temperaturen im Freien aussäen oder pflanzen. Alternativ Pflanzen in Anzuchtbehältern vorziehen.
- Düngung: Regelmäßig während der Wachstumsphase, weil Gurken stark zehren.
- Wuchs steuern: Seitentriebe regelmäßig einkürzen, damit größere, knackige Früchte entstehen.
- Erntezeit: Je nach Sorte und Aussaatzeitpunkt sind Ernten von Juni bis September möglich.
Gurke komplett nutzen: Waschen statt schälen
Gurken bestehen zu rund 97 Prozent aus Wasser und gehören damit zu den kalorienärmsten Gemüsearten. Das Bundeszentrum für Ernährung empfiehlt, die Gurke nicht zu schälen, sondern sie mit einer weichen Gemüsebürste unter fließendem Wasser zu waschen, weil in der Schale viele Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe stecken.
Ob roh als Snack, im Salat, im Smoothie oder als kühle Suppe, für den Alltag bedeutet das vor allem: Mit wenig Vorbereitung lässt sich die Gurke vielseitig verwenden, und beim eigenen Anbau kommen in der Saison regelmäßig frische Früchte nach.
Autor:Meike Jakob aus Landau |