Grill nach dem Regen nicht reinholen: So lässt sich CO-Gefahr vermeiden
- Nach dem Grillen wirkt es praktisch, den noch warmen Grill bei Regen in Garage oder Wintergarten zu stellen. Genau dabei kann sich Kohlenmonoxid unbemerkt anreichern.
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Grill in Innenräumen. Nach dem Grillabend darf ein Holzkohle- oder Gasgrill auch bei Regen nicht in Garage, Keller oder Wohnung weiterglimmen oder betrieben werden, weil sich Kohlenmonoxid unbemerkt anreichern kann.
Die typische Situation ist schnell da. Das Essen ist durch, es fängt an zu regnen, der Grill ist noch warm. Gerade dann wirkt es praktisch, ihn kurz in den Wintergarten, ins Gartenhaus oder in die Garage zu stellen. Genau davor warnt die Initiative zur Prävention von Kohlenmonoxid-Vergiftungen „CO macht K.O.“.
Der Hintergrund ist nicht Rauch oder Geruch, sondern Kohlenmonoxid, kurz CO. Das Gas kann beim Grillen mit Holzkohle oder Gas entstehen. In geschlossenen oder teilgeschlossenen Räumen sammelt es sich an, ohne dass es zuverlässig bemerkt wird. Schon kurze Zeit in hoher Konzentration kann laut der Initiative eine schwere Kohlenmonoxidvergiftung auslösen.
Warum CO beim Grillen so tückisch ist
Kohlenmonoxid ist ein Atemgift, das weder sichtbar noch verlässlich riechbar ist. Problematisch werden deshalb Räume, die auf den ersten Blick „fast draußen“ wirken, aber tatsächlich zu wenig Luftaustausch haben. Genannt werden ausdrücklich Wohnräume, Garagen, Keller, Wintergärten, Gartenhäuser und überdachte Bereiche mit schlechter Belüftung.
Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Notärzte in Nordrhein-Westfalen (AGNNW), Marc Zellerhoff, beschreibt den wiederkehrenden Auslöser. Menschen nutzen den Grill in der Garage, im Wintergarten oder sogar in der Wohnung. Dabei kann CO unbemerkt austreten und sich in der Raumluft anreichern.
Damit das Risiko im Alltag sinkt, lässt sich die Empfehlung auf wenige Punkte herunterbrechen.
- Holzkohlegrills mit glühender oder noch warmer Kohle nicht in Innenräume stellen.
- Gasgrills nicht in Innenräumen betreiben.
- Holzkohlegrills nach dem Gebrauch so lange im Freien lassen, bis die Kohlen vollständig erloschen und erkaltet sind.
Als zusätzlicher Sicherheitsbaustein nennt die Initiative CO-Warnmelder. Sie können gefährliche CO-Konzentrationen frühzeitig erkennen und warnen, bevor eine lebensbedrohliche Situation entsteht. Als besonders sinnvoll wird die Installation in Wohnräumen sowie in der Nähe möglicher Gefahrenquellen eingeordnet.
Weitere Informationen bietet die Initiative online unter https://www.co-macht-ko.de/presse sowie per E-Mail an info@co-macht-ko.de.
Praktisch heißt das für den Sommeralltag: Auch wenn Regen oder Aufräumen drängt, bleibt der Grill draußen, bis wirklich keine Hitze und keine Glut mehr vorhanden ist.
Autor:Meike Jakob aus Landau |