Gemüse im Sommer anbauen: Trotz Hitze zu mehr Ernte kommen
- Robust bei Hitze: Tomaten kommen mit warmen und trockenen Bedingungen meist gut zurecht.
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Gemüse im Sommer anbauen. Hohe Temperaturen und trockene Böden können Wachstum und Ernte deutlich bremsen. Mit passenden Sorten, gezielter Bewässerung und einem gepflegten Boden lassen sich viele Gemüsepflanzen auch in heißen Wochen stabil halten.
Gerade in sonnigen Gärten zeigt sich schnell, welche Pflanzen Hitze gut vertragen. Der Industrieverband Agrar (IVA) weist darauf hin, dass einige Gemüsesorten deutlich robuster auf Wärme und Trockenheit reagieren als andere. Zusätzlich sollten den richtigen Gießzeiten und einige weitere Tipps eingehalten werden, um Gemüse erfolgreich durch die Sommerhitze zu bekommen.
Welches Gemüse kann man im Sommer anbauen?
Tomaten, Paprika, Auberginen, Kartoffeln, Zwiebeln oder Möhren kommen mit warmen Standorten meist gut zurecht. Auch empfindlichere Kulturen wie Gurken, Kohlrabi oder Radieschen können dort wachsen, wenn ausreichend Wasser verfügbar ist.
Wer im Sommer Blattgemüse ernten möchte, setzt häufig auf Mangold oder Pflücksalate, da sie auch bei höheren Temperaturen zuverlässig wachsen.
Wasser gezielt einsetzen und Verdunstung reduzieren
Nach dem Pflanzen ist eine gleichmäßige Wasserversorgung besonders wichtig. Vor allem junge Pflanzen reagieren empfindlich auf Trockenheit. Fehlt Feuchtigkeit, kann sich das Wachstum verlangsamen und der Ertrag sinken.
Mit einfachen Maßnahmen lässt sich Wasser im Garten effizient nutzen und länger im Boden halten.
- In den frühen Morgenstunden gießen
- Lieber seltener, dafür durchdringend wässern
- Kleine Gießmulden anlegen, damit Wasser direkt an die Wurzeln gelangt
- Tropf- oder Bewässerungssysteme nutzen
- Regenwasser in Tonnen oder Zisternen sammeln
Wer Gemüse im Hochbeet, Balkonkasten oder Pflanzkübel anbaut, muss die Feuchtigkeit besonders im Blick behalten. Erde in Gefäßen erwärmt sich schneller als Gartenboden. Wasser verdunstet dadurch schneller.
Bei längeren Hitzephasen hilft eine regelmäßige Kontrolle der Bodenfeuchte. In hellen Pflanzgefäßen heizt sich die Erde zudem weniger stark auf.
Wie speichert der Boden Wasser länger?
Neben der Bewässerung spielt die Bodenpflege eine wichtige Rolle. Ein lockerer, humusreicher Boden kann Wasser besser aufnehmen und länger speichern. Dadurch geraten Pflanzen seltener unter Trockenstress. Hilfreich sind unter anderem folgende Maßnahmen:
- Mulchen mit Rasenschnitt, Stroh oder Pflanzenresten
- Kompost in den Boden einarbeiten
- Die obere Bodenschicht regelmäßig auflockern
- Nährstoffe bedarfsgerecht zuführen
Eine lockere Bodenstruktur kann auch bei starken Sommerregen Vorteile bringen. Regenwasser versickert schneller und steht den Pflanzen anschließend länger zur Verfügung. Mit der passenden Sortenwahl, ausreichend Wasser und einem gut gepflegten Boden lassen sich viele Gemüsepflanzen auch in trockenen Sommerphasen stabil entwickeln.
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |