Geld nach Wohnungsbetrug sichern: Diese Schritte zählen
- Wer auf Fake-Inserate reinfällt, sollte sofort sein Konto sperren, Anzeige erstatten und alle Mails und Screenshots sichern.
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Wohnungsbetrug. Nach einer gefälschten Wohnungsanzeige können Kaution oder persönliche Daten schnell verloren gehen. Wer merkt, dass ein angeblicher Vermieter nur auf Vorkasse aus war, sollte sofort reagieren, damit Konten geschützt bleiben und Ermittler Hinweise bekommen.
Gerade in gefragten Großstädten geraten Wohnungssuchende häufig unter Druck. Betrüger nutzen diese Situation aus. Sie bieten Wohnungen an, verlangen eine Kaution vorab oder versuchen an Kontodaten und persönliche Informationen zu kommen. Danach brechen sie den Kontakt ab.
Wer auf eine solche Masche hereingefallen ist, sollte möglichst schnell handeln. Nach Angaben von Ermittlern kann das helfen, Schäden zu begrenzen und die Täter zu identifizieren.
Konten sperren und Beweise sichern
Nach einem Betrugsverdacht gilt vor allem eines. Alle Spuren sichern und finanzielle Risiken begrenzen. Hans-Joachim Henschel vom Landeskriminalamt Niedersachsen rät: «Alle Mails und Screenshots behalten, nichts löschen». Diese Informationen könnten später für Ermittlungen wichtig sein.
Zu den ersten Schritten gehören in der Regel:
- Bank oder Zahlungsdienst informieren und Konten oder Karten prüfen lassen
- Strafanzeige bei der Polizei erstatten
- E-Mails, Chatverläufe und Screenshots sichern
Auch Immobilienportale können Hinweise bekommen. Ein Sprecher des Portals ImmoScout24 rät dazu, «verdächtige Inserate direkt über den Melde-Button anzuzeigen, keine Zahlungen mehr zu leisten und den Kontakt zum vermeintlichen Anbieter abzubrechen».
Warum Wohnungsbetrug immer wieder funktioniert
Viele Plattformen versuchen, unseriöse Angebote zu erkennen. Dazu gehören Prüfprogramme oder verifizierte Anbieterprofile. Trotzdem tauchen immer wieder gefälschte Anzeigen auf. Vor allem bei besonders günstigen Wohnungen oder bei der Forderung nach schneller Überweisung ist Vorsicht angebracht.
Im Alltag gilt daher eine einfache Einordnung. Wird eine Kaution verlangt, bevor eine Wohnung besichtigt oder ein Vertrag unterschrieben wurde, steckt häufig kein seriöses Angebot dahinter. Wer solche Hinweise früh erkennt, kann finanziellen Schaden meist vermeiden. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |