Elektro-Ferrari Luce: 1.047 PS und 500.000 Euro zum Einstieg

Ferraris Zeitenwende: Mit dem Luce präsentiert Ferrari sein erstes rein elektrisches Modell. | Foto: dpa
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Elektro-Ferrari Luce. Ferrari bringt erstmals ein rein elektrisches Serienauto auf den Markt. Der neue Luce zeigt, wie leistungsstark und teuer Elektroautos im Luxussegment inzwischen geworden sind.

Der italienische Sportwagenhersteller hat in Rom sein erstes vollelektrisches Modell vorgestellt. Der mehr als fünf Meter lange Viertürer trägt den Namen Luce. Auf Italienisch bedeutet das „Licht“. Das Fahrzeug markiert für Ferrari eine technische Zäsur nach Jahrzehnten klassischer Verbrennungsmotoren.

Elektro Ferrari Luce: Wieder mehr physische Tasten im Cockpit

 
Beim Design setzte Ferrari auf Unterstützung aus der Tech-Welt. Der frühere Apple-Designchef Jony Ive wirkte am Erscheinungsbild mit. Das Ergebnis ist ein auffälliges Konzept mit gegenläufig angeschlagenen Türen und einer großen Glasfläche rund um den Innenraum. Die Karosserie liegt wie eine zweite Hülle über diesem Glashaus.

Im Cockpit verzichtet Ferrari teilweise auf reine Touchbedienung. Stattdessen gibt es wieder mehr physische Tasten. Das soll die Bedienung während der Fahrt erleichtern.

Vier Elektromotoren liefern über 1.000 PS Leistung

Beim Antrieb setzt Ferrari auf eine ungewöhnliche Lösung. Jedes Rad wird von einem eigenen Elektromotor angetrieben.

Zusammen liefern die vier Motoren 770 Kilowatt Leistung. Das entspricht 1.047 PS. Trotz eines Fahrzeuggewichts von rund 2,3 Tonnen beschleunigt der Luce laut Hersteller in 2,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 310 km/h.

Die Energie liefert eine Batterie mit 120 Kilowattstunden Kapazität auf 800-Volt-Basis. Ferrari gibt eine Reichweite von bis zu 510 Kilometern an. An Schnellladesäulen soll eine maximale Ladeleistung von 350 Kilowatt möglich sein.

Preis übertrifft viele andere Elektro-Luxusautos

Direkte Konkurrenten gibt es derzeit kaum. Andere Hersteller aus dem klassischen Supersportwagen-Segment wie Lamborghini, Aston Martin oder McLaren haben bislang noch keine rein elektrischen Serienmodelle auf dem Markt.

Mit vier Türen und erstmals fünf Sitzplätzen richtet sich der Luce eher an Kunden, die Leistung mit Alltagstauglichkeit kombinieren wollen. Vergleichbare Fahrzeuge gibt es vor allem bei leistungsstarken Luxuslimousinen.

Beim Preis setzt Ferrari allerdings eine neue Marke. Der Einstieg soll bei mehr als 500.000 Euro liegen. Damit übertrifft der Luce selbst sehr teure Elektroautos wie den Rolls-Royce Spectre. Noch kostspieliger ist lediglich der kroatische Elektro-Supersportwagen Rimac Nevera, der allerdings in einer deutlich kleineren Stückzahl gebaut wird.

Ferrari plant, den Luce im Laufe des Jahres in den Handel zu bringen. Der Wagen zeigt, wie stark sich selbst traditionsreiche Sportwagenmarken inzwischen auf Elektromobilität ausrichten. dpa/red

Autor:

Sarah Isele aus Mannheim-Nord

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