Einbruchschutz: Schäden steigen auf 380 Millionen Euro

Symbolbild: Einbrüche werden teurer: 2025 lagen die versicherten Schäden laut GDV bei 380 Millionen Euro. Diese Tipps zeigen, welche Schwachstellen an Türen und Fenstern im Alltag besonders entscheidend sind. | Foto: Heike Schwitalla
  • Symbolbild: Einbrüche werden teurer: 2025 lagen die versicherten Schäden laut GDV bei 380 Millionen Euro. Diese Tipps zeigen, welche Schwachstellen an Türen und Fenstern im Alltag besonders entscheidend sind.
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Einbruchschutz Tipps. Wer Fenster und Türen an typischen Schwachstellen besser sichert, senkt das Risiko für teure Einbrüche und Folgeschäden im Alltag.

In Deutschland haben Wohnungseinbrüche für viele Haushalte sehr konkrete Folgen, von verschwundenem Schmuck bis zu durchwühlten Schränken. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) beziffert die versicherten Schäden für 2025 auf 380 Millionen Euro, rund zehn Prozent mehr als im Vorjahr.

Gleichzeitig stieg der Schadendurchschnitt weiter. Die Versicherer zählten laut GDV etwa 100.000 Fälle, rund 5.000 mehr als im Jahr zuvor. Pro Einbruch lag der durchschnittliche Schaden bei 3.850 Euro, das sind 200 Euro mehr und der höchste Wert seit Beginn der Messung.

Wo Einbrecher ansetzen und warum der Grundschutz zählt

Nach Einordnung des GDV nutzen Täter häufig einfache Hilfsmittel wie Schraubenzieher und suchen gezielt Wohnungen mit leicht zugänglichen, unzureichend gesicherten Einstiegsstellen. Besonders im Fokus stehen Fenster, vor allem gekippte Fenster, sowie Türen. Einbruchschutz setzt deshalb zuerst an der Mechanik an.

Der GDV verweist außerdem auf einen wichtigen Punkt aus der Polizeilichen Kriminalstatistik. Knapp die Hälfte aller Einbruchsversuche bleibt im Versuchsstadium stecken, häufig weil Sicherungstechnik standhält. Elektronische Systeme können ergänzen, ersetzen den mechanischen Grundschutz aber nicht.

Typische Beute und praktische Schutzmaßnahmen

Bei Einbrüchen werden laut GDV vor allem Dinge mitgenommen, die leicht zu transportieren und weiterzuverkaufen sind. Dazu zählen Schmuck, Bargeld und kleinere Elektronik wie Smartphones, Kameras oder Computerzubehör. Auch Fernseher und Spielkonsolen gehören zur typischen Beute.

Für den Alltag nennt der GDV folgende Maßnahmen, die besonders an Fenster- und Türschwachstellen ansetzen:

  • Fenster durch den Einbau abschließbarer Griffe sichern, um einfaches Aufhebeln zu erschweren.
  • Balkon- und Terrassentüren mit zusätzlichen mechanischen Verriegelungen absichern.
  • Bewegungsmelder mit passender Beleuchtung im Eingangsbereich und an schlecht einsehbaren Stellen kombinieren.
  • Zeitschaltuhren nutzen, um Beleuchtung bei Abwesenheit automatisch zu steuern und Anwesenheit zu simulieren.
  • Türen beim Verlassen vollständig abschließen, da nur zugezogene Türen leichter überwunden werden können.
  • Hinweise auf Abwesenheit vermeiden, zum Beispiel einen überfüllten Briefkasten.

Warum ein Einbruch oft mehr ist als ein finanzieller Schaden

Neben dem Geldverlust erleben Betroffene einen Einbruch laut GDV häufig als starken Eingriff in die Privatsphäre. Wohnungen werden durchsucht, Schränke geöffnet und Räume in Unordnung hinterlassen. Danach wird das Wohnumfeld oft kritischer betrachtet und Sicherheitslücken fallen stärker auf, was bei vielen Haushalten zu Investitionen in zusätzlichen Einbruchschutz führt.

Unterm Strich zeigt die GDV-Einordnung, dass gezielte Sicherung von Fenstern und Türen im Alltag vor allem dort ansetzt, wo Täter den schnellen, einfachen Zugang suchen.

Autor:

Meike Jakob aus Landau

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