Brille und Bildschirm richtig einstellen: So werden Augen und Nacken entlastet

Brille und Bildschirmarbeitsplatz sollten richtig aufeinander abgestimmt werden. | Foto: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Foto: iStock.com: Titel Portra
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Brille für Bildschirmarbeit. Eine passende Brille in Kombination mit einem richtig eingerichteten Bildschirmarbeitsplatz kann müde Augen sowie Nacken- und Rückenschmerzen spürbar reduzieren.

Wenn Bildschirmhöhe, Sitzposition und Sehhilfe nicht zusammenpassen, wird oft unbemerkt in eine ungünstige Haltung ausgewichen oder häufiger angestrengt fokussiert. Das kann sich im Alltag als verspannter Nacken, ziehende Schultern oder brennende Augen zeigen.

Genau dieses Zusammenspiel aus Arbeitsplatz, Brille und Bildschirm steht im Mittelpunkt der Praxisbroschüre „Gutes Sehen im Büro: Brille und Bildschirm perfekt aufeinander abgestimmt“ der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Die Handlungshilfe arbeitet in drei Schritten, die in der Praxis oft den Unterschied machen.

Die 3 Schritte, damit Brille und Bildschirm zusammenpassen

  • 1. Ergonomie zuerst einstellen

    Zuerst werden die Rahmenbedingungen am Arbeitsplatz passend ausgerichtet, etwa Tisch und Stuhl sowie Tastatur und Maus. Ziel ist eine entspannte Grundhaltung, bevor es um Sehen und Bildschirmposition geht.

  • 2. Brille passend zur Tätigkeit auswählen

    Wenn für die konkrete Bildschirmarbeit eine Sehhilfe nötig ist, folgt im zweiten Schritt die Auswahl einer passenden Brille. Entscheidend ist, wofür die Brille genutzt wird, etwa für typische Sehabstände im Büro.

  • 3. Bildschirm zur Brille und Körperhaltung positionieren

    Erst danach wird der Bildschirm so platziert, dass Blickrichtung und Haltung zur Brille passen. So wird vermieden, dass der Kopf dauerhaft nach oben oder unten ausweicht, nur um „scharf“ zu sehen.

Die BAuA-Broschüre ordnet außerdem wichtige Sehbegriffe alltagstauglich ein, darunter Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Alterssichtigkeit. Dazu kommt der Hinweis, dass regelmäßige Sehtests eine Rolle spielen können, um Veränderungen früh zu erkennen und die Sehhilfe gegebenenfalls anzupassen.

Auch der Arbeitgeber kann unterstützen, wenn Bildschirmarbeit zum Job gehört. Die Broschüre richtet sich daher nicht nur an Beschäftigte, sondern ebenso an Führungskräfte und Fachleute, die Arbeitsplätze einrichten oder beraten.

Die Praxisbroschüre kann als PDF heruntergeladen oder im Webshop bestellt werden unter www.baua.de/…/Praxis/A93 sowie über www.baua.de/publikationen. Für Rückfragen nennt die BAuA den Pressekontakt presse@baua.bund.de und 0231 9071-2562.

Praktisch ergibt sich daraus vor allem eine Konsequenz: Erst wenn Sitzplatz und Eingabegeräte stimmig eingestellt sind, lässt sich sinnvoll entscheiden, welche Brille für die Bildschirmarbeit passt und wie der Monitor dazu stehen sollte. [red]

Autor:

Thorsten Kornmann aus Karlsruhe

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