Brennholz jetzt im Frühjahr kaufen: So ist es rechtzeitig trocken
- Brennholz wird oft erst im Herbst knapp. Wer im Frühjahr kauft und richtig lagert, hat zur Heizsaison eher trockenes Holz mit niedriger Restfeuchte.
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Brennholz kaufen im Frühjahr. Wer die Holzvorräte direkt nach der Heizsaison auffüllt, hat bis zum Herbst deutlich bessere Chancen auf trockenes Brennholz und vermeidet unnötigen Rauch und Emissionen durch zu feuchtes Holz.
Nach einem langen Winter sind Holzlager oft leer. Der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V. empfiehlt deshalb, Brennholz bereits im Frühjahr zu beschaffen und einzulagern, damit es bis zur nächsten Heizsaison ausreichend trocknen kann.
Brennholz ist regional verfügbar, zum Beispiel direkt über das Forstamt oder über lokale Händler. In deutschen Forsten handelt es sich dabei laut HKI in der Regel um Restholz aus Waldpflege sowie aus der Beseitigung von Sturm- und Schadholz, das besonders im Frühjahr als Brennholz vermarktet wird.
Worauf es beim Kauf und Lagern von Brennholz ankommt
Damit Holz im Ofen umweltgerecht verbrennt, sollte die Restfeuchte nicht mehr als 20 Prozent betragen. Bei frischen Scheiten führt ein hoher Wasseranteil laut HKI zu unvollständiger Verbrennung, starker Rauchentwicklung und höheren Emissionen. Die Restfeuchte lässt sich mit einem Feuchtemessgerät prüfen.
Beim Bezug über das Forstamt läuft die Abgabe häufig über sogenannte Polter. Dabei werden markierte Holzstämme am Wegesrand zugewiesen, die selbst abgeholt werden. Dieses Holz muss eigenhändig abtransportiert, gesägt, gespalten und gelagert werden, bevor es als Brennholz genutzt werden darf.
- Bei Einsatz einer Motorsäge ist in der Regel ein Motorsägen-Führerschein nachzuweisen.
- Zusätzlich ist geeignete Schutzausrüstung zu tragen, zum Beispiel Helm mit Sichtschutz, Gehörschutz, Handschuhe, Sicherheitsschuhe und eine Hose mit Schnittschutz.
- Gelagert wird idealerweise an einem gut belüfteten und trockenen Ort, bis die Restfeuchte passt.
Als Faustzahl nennt der HKI außerdem: Ein Raummeter trockenes Hartholz hat ungefähr den Heizwert von 200 Litern Heizöl.
Wer weniger Aufwand möchte, kann kaminfertiges Holz beim Brennholzhändler kaufen. Dieses Holz ist in festen Längen gespalten und getrocknet und wird bis zur Haustür geliefert. Laut HKI ist es zwar teurer als Selbstaufarbeitung, spart aber Arbeit und ist weiterhin günstiger als Heizöl oder Gas.
Wichtig ist dabei vor allem die Herkunft. Der HKI rät, grundsätzlich auf Brennholz aus der Region zu achten. Als Orientierung nennt der Verband das Qualitätszeichen „Kooperation Sauberes Holzfeuer“, das zertifiziertes Qualitätsholz aus regionaler und nachhaltiger Forstwirtschaft kennzeichnet.
Als Alternative nennt der HKI Holzbriketts aus Sägespänen. Sie gelten als genormter Brennstoff und können bei Beachtung der Bedienungsanleitung des Ofenherstellers besonders sauber verbrennen. Für die Regionalität reicht meist ein Blick auf das Etikett, dort sind Produktionsland oder Ort der Produktionsstätte angegeben.
Unterm Strich gilt: Früh gekauft und richtig gelagert ist Brennholz zur nächsten Heizsaison eher trocken und verbrennt sauberer.
Autor:Meike Jakob aus Landau |