Bienenfreundlicher Garten: Diese Pflanzen locken Bienen und Hummeln an

Ein bienenfreundlicher Garten sorgt für bunte Vielfalt | Foto: Camalia MN/ stock.adobe.com
  • Ein bienenfreundlicher Garten sorgt für bunte Vielfalt
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Bienen im Garten fördern. Wenn Lavendel, Salbei und Wilde Karde in der Sonne stehen, entsteht schnell ein lebendiges Summen zwischen Beeten, Kräutern und Obstgehölzen. Mit der richtigen Pflanzenauswahl und einigen einfachen Maßnahmen lässt sich der Garten über viele Monate hinweg in ein verlässliches Paradies für Bienen, Hummeln und andere Bestäuber verwandeln.

Die richtige Pflanzenwahl bringt viele Bienen

Es ist ein warmer Vormittag im Frühsommer. Zwischen violettem Lavendel, blühendem Oregano und den ersten offenen Sonnenblumen liegt ein leises, stetiges Summen in der Luft. Über dem Beet schimmern Flügel im Sonnenlicht, Hummeln verschwinden tief in Blütenkelchen, Wildbienen wechseln zielstrebig von Blüte zu Blüte. Am Rand des Gartens haben frühe Blüher wie die Salweide längst ihre Aufgabe erfüllt, doch Kräuter, Stauden und Wildblumen halten das Nahrungsangebot nun aufrecht. Genau so kann ein bienenfreundlicher Garten aussehen: nicht nur schön für Menschen, sondern auch ein wertvoller Lebensraum für viele Insekten.

Wer seinen Garten oder Balkon bienenfreundlich gestalten möchte, kann schon mit wenigen Änderungen viel erreichen. Wichtig ist vor allem, vom Frühjahr bis in den Herbst blühende, nektar- und pollenreiche Pflanzen auszuwählen und auf Pestizide zu verzichten, wie das Umweltinstitut mitteilt. Besonders geeignet sind ungefüllte Blüten, weil Bienen dort leichter an Nahrung gelangen.

Diese Pflanzen im Garten sind gut für Bienen und Hummeln

Ein bienenfreundlicher Garten lebt von Vielfalt. Je größer die Auswahl an unterschiedlichen Blütenpflanzen ist, desto mehr Bienenarten finden Nahrung. Dabei spielen nicht nur klassische Blumenbeete eine Rolle. Auch Kräuter, Wildstauden, Obstgehölze und blühende Sträucher können den Garten in eine kleine Bienenweide verwandeln, erklärt der Bund Naturschutz. 

Nicht nur Stauden und Kräuter helfen Bienen. Gerade im Frühjahr sind blühende Gehölze oft besonders wertvoll, weil zu dieser Zeit vielerorts noch wenige andere Pflanzen blühen. Geeignete Pflanzen, Sträucher und kleine Bäume sind beispielsweise:

  • Lavendel: Er zieht mit Duft und Blütenfarbe zahlreiche Bienen und Hummeln an und liefert ihnen reichlich Nektar. Gleichzeitig ist er trockenheitsverträglich und passt gut in sonnige Beete oder Kübel
  • Echter Dost oder Gewöhnlicher Dost (Oregano/Wilder Majoran): Die Pflanze gilt als besonders wertvoll für Wildbienen und Hummeln. Ihre Blüten sind reich an Nektar und Pollen und eignen sich gut für sonnige Kräuterbeete
  • Sonnenblume: Im Sommer bietet sie reichlich Pollen und Nektar. Später im Jahr dienen ihre Kerne zudem als Vogelfutter
  • Salweide: Sie blüht früh im Jahr und bietet Bienen und Hummeln eine erste wichtige Nahrungsquelle in einer oft noch blütenarmen Zeit
  • Stachelbeere und Süßkirsche: Heimische Obstgehölze versorgen Bienen mit Nahrung und sind gleichzeitig auch für den Menschen ein Gewinn im Garten
  • Weißdorn: Seine Blüten werden von zahlreichen Insekten genutzt und machen ihn zu einer guten Wahl für naturnahe Gärten

Diese Pflanzen bieten Bienne über viele Monate hinweg Nahrung

Ein bienenfreundlicher Garten funktioniert am besten, wenn nicht nur im Frühsommer, sondern während der gesamten Gartensaison etwas blüht. Genau diese zeitliche Staffelung ist entscheidend, denn viele Bestäuber sind lange aktiv und benötigen durchgehend Pollen und Nektar.

So entsteht ein Garten, in dem von den ersten milden Frühlingstagen bis in den Spätsommer und Herbst hinein immer etwas in Blüte steht. Das hilft nicht nur Bienen, sondern macht das Beet auch für Menschen über Monate hinweg attraktiv. Auch für Schmetterlinge können die richtigen Pflanzen im Garten eine wichtige Nahrungsquelle sein. Dafür lohnt sich eine Mischung aus frühen, mittleren und späten Blühpflanzen:

  • Früh im Jahr: Salweide, Obstgehölze und insektenfreundliche Zwiebel- und Knollenpflanzen bieten die erste Nahrung nach dem Winter
  • Im Sommer: Lavendel, Oregano, Salbei, Natternkopf, Flockenblumen, Wilde Karde und Sonnenblumen sorgen für ein besonders reiches Angebot
  • Bis in den Herbst: Späte Blüher wie Fetthenne verlängern die Saison und helfen dabei, das Nahrungsangebot möglichst lange aufrechtzuerhalten

Mit diesen einfachen Maßnahmen wird der Garten noch bienenfreundlicher

Neben der Pflanzenauswahl gibt es weitere Möglichkeiten, den Garten für Bienen und andere Insekten aufzuwerten. Oft sind es gerade die einfachen Dinge, die viel bewirken. Wichtig ist zunächst, ungefüllte Blüten zu wählen, weil Bienen dort leichter an Nektar und Pollen gelangen. Auf Pestizide sollte im Garten konsequent verzichtet werden, da diese Wildbienen und andere Insekten schädigen können. Auch torfhaltige Blumenerde ist keine gute Wahl, weil beim Torfabbau ökologisch wertvolle Lebensräume zerstört werden.

Wer Platz hat, kann mit einer Wildblumenwiese oder schon mit einer kleinen Wildblumeninsel das Nahrungsangebot deutlich verbessern. Wiesen sollten möglichst nur ein- bis zweimal im Jahr und eher spät gemäht werden, damit Blütenpflanzen überhaupt zur Entwicklung kommen. Im Gemüsebeet hilft es ebenfalls, einzelne Pflanzen ausblühen zu lassen: Lauch, Zwiebeln, Möhren, Salbei, Zitronenthymian oder Bohnenkraut liefern Bestäubern zusätzliche Nahrung.

Verblühte Stauden sollten außerdem im Herbst stehen bleiben, weil Wildbienen darin Unterschlupf für den Winter finden. Ergänzend können geeignete Nistmöglichkeiten geschaffen werden, etwa durch ein gut gebautes Insektenhotel an einem sonnigen, regengeschützten Platz oder durch natürliche Strukturen wie hohle Stängel und Holz. Sind frostempfindliche Pflanzen im Garten bietet sich für diese besonders im Frühjahr ein Frostschutz anhttps://www.wochenblatt-reporter.de/ludwigshafen/c-ratgeber/frostschutz-im-fruehjahr-trick-hilft-gartenpflanzen-bei-minusgraden_a759538.

Ein bienenfreundlicher Garten muss dabei nicht unordentlich wirken. Auch klar gestaltete Beete, ein Kräuterbereich auf dem Balkon oder einzelne wilde Ecken lassen sich gut miteinander verbinden.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Besonders gut geeignet sind nektar- und pollenreiche Pflanzen wie Lavendel, Echter Dost, Wiesensalbei, Hornklee, Natternkopf, Wiesenflockenblume oder Wilde Karde. Auch Gehölze wie Salweide, Schlehe, Weißdorn, Faulbaum, Stachelbeere und Süßkirsche sind für Bienen und Hummeln wertvoll
Wichtig ist eine Mischung aus früh, mittel und spät blühenden Pflanzen. Im Frühjahr helfen zum Beispiel Salweide und Obstgehölze, im Sommer sind Kräuter und Stauden wie Lavendel oder Oregano wichtig, und im Herbst sichern späte Blüher wie Fetthenne das Nahrungsangebot

Autor:

Sarah Isele aus Mannheim-Nord

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