Schmetterlingsfreundlicher Garten: Mit diesen Pflanzen gibt es Nahrung bis in den Herbst

Reich gedeckt: Welche Stauden machen den Garten zum Schmetterlingsparadies? | Foto: dpa
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Schmetterlinge im Garten fördern. Mit einigen Stauden und Kräutern lässt sich der Garten über viele Monate hinweg zu einer verlässlichen Nahrungsquelle für Falter und ihre Raupen machen. Die richtige Mischung ist dabei entscheidend.

Ein schön angelegter Garten kann nicht nur bunt, ordentlich oder für den Menschen eine Wohlfühloase sein. Viele Insekten, wie Bienen oder Schmetterling profitieren ebenfalls, wenn der Garten für sie im Kopf geplant wird. Besonders Schmetterlinge können mit ihren bunten Farben im Garten begeistern. Wer passende Pflanzenarten auswählt, kann vom Frühjahr bis in den Herbst regelmäßig Falter beobachten. Dabei gibt es mehrere Stauden und Kräuter, die sich im Garten oder auch im Kübel bewährt haben.

Diese Pflanzen sind gut für Schmetterlinge

Diverse Pflanzen sind nicht nur aufgrund ihres Dufts anziehend für Schmetterlinge, sondern bieten den Faltern auch Nahrung. Dabei benötigt ein schmetterlingsfreundlicher Garten eine Mischung aus Nektarpflanzen für Falter und Futterpflanzen für Raupen. Jedoch gilt: verschieden Schmetterlingsarten, verschiedene Pflanzen. Schmetterlänge haben unterschiedliche Rüssellängen, wie der Bund Naturschutz mitteilt, und sind dadurch auf unterschiedliche Pflanzen spezialisiert.

Durch diese evolutionsbedingte Anpassung wird garantiert, dass jede Schmetterlingsart nur eine bestimmte Menge an unterschiedlichen Blüten anfliegt und die Wahrscheinlichkeit einer Bestäubung erhöht wird. Passende Nektarpflanzen für Schmetterling und Futterpflanzen für Raupen sind beispielsweise:

  • Weiße Fetthenne: Sie ist für den Apollofalter besonders wichtig. Seine Raupen fressen die Blätter. Während der Blüte dient die Pflanze außerdem Faltern wie Admiral oder Kleinem Fuchs als Nektarquelle.
  • Wiesen-Flockenblume: Ihre Blüten werden von vielen Tagfaltern angeflogen. Auch der ausgewachsene Apollofalter nutzt den Nektar.
  • Große Brennnessel: Sie gilt als zentrale Raupenpflanze. Arten wie Tagpfauenauge, Admiral, Landkärtchen oder Kleiner Fuchs ernähren sich überwiegend von ihren Blättern. In vielen Gärten wächst sie ohnehin. In einer wilden Ecke, etwa am Kompost, kann sie stehen bleiben.
  • Blut-Weiderich: Die rosa blühende Staude liefert Raupenfutter für den Faulbaum-Bläuling. Im Hochsommer zieht sie außerdem Weißlinge wie den Zitronenfalter an. Besonders gut wächst sie an feuchten Standorten, etwa am Teichrand.

Späte Blüten sichern Nahrung bis in den Herbst

Durch die Wahl der richtigen Pflanzen kann man nicht nur seinem Garten, sondern auch allen Bewohnern darin etwas gutes tun. Wer Schmetterlinge in seinem Garten möchte, muss auf jeden Fall die Raupen in seine Pläne mit einbeziehen. Natürlich soll der Garten nicht nur für wenige Monate ein Schmetterlingsparadies darstellen, sondern Nahrung bis in den Herbst bieten. Dazu eignen sich beispielsweise diese Pflanzen:

  • Wasserdost oder Herbst-Astern: Beide blühen spät im Jahr. Ihr Nektar hilft Schmetterlingen, die als ausgewachsene Falter überwintern und deshalb auch im Spätsommer und Herbst Nahrung benötigen.
  • Gewöhnlicher Dost: Die Pflanze gilt als echter Schmetterlingsmagnet. Viele Arten, darunter Augenfalter und Bläulinge, nutzen ihren Nektar. In Kombination mit Kräutern wie Thymian, Lavendel, Rosmarin oder Bohnenkraut entsteht ein sonniges, trockenheitsverträgliches Kräuterbeet.
  • Fenchel: Die Blätter sind wichtige Nahrung für die Raupen des Schwalbenschwanzes. Die Blüten ziehen vor allem Wildbienen, Käfer und Fliegen an. Den ausgewachsenen Falter sieht man häufig auch an Disteln, Skabiosen oder Natternkopf.

Einige Pflanzen sind frostempfindlich, besonders bei Minusgraden im Frühjahr bietet sich ein Frostschutz an. Eine Mischung aus frühen, mittleren und späten Blütenpflanzen sorgt nicht nur dafür, dass Schmetterlinge während der gesamten Gartensaison Nahrung finden. Sie lässt auch den Garten für eine lange Zeit in bunten Farben erstrahlen.

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Autor:

Sarah Isele aus Mannheim-Nord

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