Tödliche Messerattacke vor den Kindern: Neue Details zur Tat auf Spielplatz bekannt
- Nach der tödlichen Messerattacke auf einem öffentlichen Spielplatz in Linden hat die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern weitere Details zu den Ermittlungen bekannt gegeben
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Linden. Nach der tödlichen Messerattacke auf einem öffentlichen Spielplatz in Linden hat die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern weitere Details zu den Ermittlungen bekannt gegeben. Nach bisherigen Erkenntnissen hielt sich eine 37-jährige Frau gemeinsam mit drei ihrer Kinder auf dem Spielplatz auf, als ihr 40-jähriger Ehemann mit dem Auto vorfuhr. Der Mann stieg aus und ging direkt auf seine Ehefrau zu. Anschließend soll er die Frau mit einem Messer am Hals tödlich verletzt haben.
Nach der Tat verletzte sich der 40-Jährige nach Angaben der Ermittler selbst schwer am Hals. Als die alarmierten Einsatzkräfte eintrafen, fanden sie den Mann verletzt am Boden liegend vor. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht und befindet sich weiterhin in medizinischer Behandlung.
Kinder mussten Tat miterleben
Das Ehepaar hat insgesamt vier Kinder. Drei von ihnen befanden sich zum Zeitpunkt der Tat auf dem Spielplatz. Das vierte Kind war zu Hause. Die Kinder werden derzeit von Verwandten betreut. Nach dem aktuellen Ermittlungsstand kam es unmittelbar vor dem Angriff zu keiner verbalen Auseinandersetzung zwischen dem Paar.
Familiengericht hatte bereits Kontaktverbot verhängt
Besonders brisant: Bereits Ende März hatte das Familiengericht Kaiserslautern dem 40-Jährigen per einstweiliger Anordnung untersagt, Kontakt zu seiner Ehefrau aufzunehmen oder die gemeinsame Wohnung zu betreten. Zudem hatte das Gericht beschlossen, dass seine elterliche Sorge vorläufig ruht.
Hintergrund waren laut Staatsanwaltschaft ein zuvor erfolgter Suizidversuch in der Wohnung sowie psychische Probleme des Mannes und eine psychische Ausnahmesituation. Dem 40-Jährigen wird derzeit Totschlag vorgeworfen. Eine Vernehmung war bislang nicht möglich, da er nach Angaben der Ermittler weiterhin nicht vernehmungsfähig ist. Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei dauern an.
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |
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