FCK vor dem Saisonstart: Mit erfahrenem Gerüst und jungen Wilden zum Erfolg?
- Viele hoch veranlagte junge Wilde im Team des 1. FC Kaiserslautern für die Saison 2026/2027
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FCK. Die Saisonvorbereitung des 1. FC Kaiserslautern ist vorüber, der Ernst der 2. Liga beginnt am kommenden Samstag, 8. August, um 20.30 Uhr mit dem Topspiel beim Bundesliga-Absteiger und finanziellen Krösus VfL Wolfsburg. Das Auftaktprogramm hat es mit Wolfsburg, dem Derby gegen den KSC, dem Pokalspiel gegen den Erzrivalen Waldhof Mannheim und den beiden folgenden Partien beim zweiten Absteiger St. Pauli und zu Hause gegen den SV Darmstadt 98 wie schon im Vorjahr richtig in sich.
Keine Zeit zum lockeren Eingrooven also, sondern gleich eine Nagelprobe nach der anderen für die Roten Teufel. Es wird sich daher schnell herausschnellen, auf welchem Level der FCK sich schon befindet und wohin die Reise in etwa gehen könnte. Die vergangene Saison war gefühlt ein einziges Auf und Ab, obwohl am Ende ein solider 6. Platz heraussprang. In puncto Spielsystem und Auswärtsleistungen ließen die Vorstellungen des Öfteren schwer zu wünschen übrig.
Wären auch noch die letzten beiden Saisonspiele verloren gegangen, hätte es womöglich auch Trainer Torsten Lieberknecht den Job kosten können. Coach und Mannschaft zogen noch einmal den Kopf aus der Schlinge und verabschiedeten sich mit zwei Siegen einigermaßen versöhnlich in die Sommerpause. Und in dieser WM-bedingt recht langen Pause hat sich so einiges getan bei den Pfälzern.
- Im Trainerstaff der Roten Teufel hat sich jede Menge getan
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Junge Wilde und verstärktes Trainerteam
Der Trainerstaff ist kräftig angewachsen. Prominentester Zugang ist hier sicher der bei den Fans überaus beliebte Ex-FCK-Spieler Mike Wunderlich. Die Co-Trainer-Riege wurde zudem um Simon Pesch und Max Lieberknecht erweitert. Individueller und flexibler will man dadurch werden. Der bisherige Assistenztrainer Carsten Rump ist derweil Geschichte am Betze.
Das grobe Gerüst des Teams aus dem Vorjahr ist zumindest Stand heute zusammengeblieben. Zwar ranken sich derzeit noch Gerüchte um die eventuellen Abgänge von Paul Joly und Nataan Skyttä, aber der Kern der Truppe ist beisammen geblieben, so dass der Umbruch diesmal wohl eher überschaubar bleibt. Die Kader-„Altlasten“ wie Abiama, Alidou, Tachie & Co. ist der FCK weitestgehend losgeworden. Sportdirektor Marcel Klos hat hier gute Arbeit geleistet.
Ob er die auch bei den Neuzugängen gemacht hat, wird sich naturgemäß erst mit der Zeit zeigen. Mit Jugend forsch(t) könnte man die bisherigen Frischlinge im Team der Roten Teufel bezeichnen. Mit Thierry Tazemeta, Ibrahim Kanaté und Kelven Frees sind junge, durchaus hochveranlagte Spieler in die Pfalz gekommen. Zudem ist der vereinseigene Nachwuchs um David Schramm, Owen Gibs, Erik Müller, Kian Scheer, Ben Jungfleisch und Dion Hofmeister nun endgültig in den Profikader aufgerückt und macht gehörig Druck auf die Arrivierten. Hinzu kommt mit Erencan Yardimci ein ebenfalls noch recht junger und ambitionierter Stürmer, dessen Profil den Lautrern bis dato noch fehlte.
- Wie weit trägt der Mix aus jungen Talenten und erfahrenen Leistungsträgern das Team des FCK in der kommenden Spielzeit?
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Kern der Mannschaft bleibt beisammen
Jede Menge junger Herausforderer gibt’s jetzt für den erfahrenen Kern der Mannschaft. Bleibt zu hoffen, dass zwei, drei von ihnen schnell den Sprung in die Stammelf schaffen und Torsten Lieberknecht auch den weiter den Mut und die Zeit hat, diese Talente, die ja auch künftige Transferwerte schaffen, sukzessive einzubauen. Bei all dem jugendlichen Elan stünden den Roten Teufeln allerdings auch noch ein, zwei erfahrene neue Haudegen gut zu Gesicht.
Abwehrkante Matej Maglica vom SV Darmstadt 98 könnte so ein Königstransfer sein, der die in den vergangenen beiden Spielzeiten zu löchrige Abwehr endlich zu stabilisieren vermag. Köln und Schalke haben in den letzten Jahren bewiesen, dass vor allem eine starke Defensive der Schlüssel zum Aufstieg ist. Bis zum 1. September bleibt noch Zeit, ein, zwei Verstärkungen dieser Güteklasse an Land zu ziehen, um dann einen ausgewogenen Mix aus jugendlicher Unbekümmertheit und Erfahrung auf den Platz zu bringen.
- FCK-Trainer Torsten Lieberknecht ist zufrieden mit der Vorbereitung und sieht seine Mannschaft gut gerüstet für den Saisonauftakt
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Reibungslose Saisonvorbereitung
Die Saisonvorbereitung des FCK verlief reibungslos. In Südtirol wurden ausgiebig die körperlichen und taktischen Grundlagen für die neue Spielzeit gelegt. Verletzte gibt es bis auf den derzeit angeschlagenen Kapitän Marlon Ritter keine zu beklagen. Sehr erfreulich ist die Tatsache, dass sich Goalgetter Ivan Prtajin nach seinem Achillessehnenriss zu Jahresbeginn Schritt für Schritt erfolgreich zurückkämpft und damit die Hoffnung schürt, den Roten Teufel vielleicht schon im Laufe des Herbstes wieder zur Verfügung stehen zu können.
Nach zwei eher durchwachsenen Testspielen gegen den Regionalligisten SV Sandhausen (5:3) und mit schweren Trainingslager-Beinen gegen den FC Südtirol (0:0) macht das 3:1 im letzten Härtetest gegen den französischen Zweitligisten FC Metz durchaus Hoffnung, dass der 1. FC Kaiserslautern rechtzeitig zum Saisonstart in Form kommt.
Gelungener Start und Euphorie oder rauer Herbst?
Wohin geht die Reise in der Saison 2026/2027? Zu einer konkreten Zielvorgabe ließen sich die Verantwortlichen um Thomas Hengen auch heuer nicht so recht hinreißen. Erneut im oberen Tabellendrittel zu landen, ist sicher der Plan. Verstärkt sich der FCK noch mit ein, zwei namhaften Zugängen und verlässt kein Leistungsträger mehr die Pfalz, erscheint das durchaus möglich. Erst recht, wenn man in den ersten Spielen solide punktet. Bleibt die Ausbeute jedoch mager und stockt die sportliche Entwicklung, kann der Herbst in der Barbarossastadt allerdings bekanntlich auch sehr rau werden.
- Gelingt den Roten Teufeln erneut der Sprung ins obere Tabellendrittel der 2. Liga
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Feuertaufe beim Topfavoriten
Mit dem Flutlicht-Topspiel beim Aufstiegsfavoriten VfL Wolfsburg könnte der Aufgalopp kaum schwieriger sein. Finanziell und personell spielen die Niedersachsen in einer anderen Liga als der Rest der Konkurrenz. Aber wie sagt man so schön: Wenn solch ein Hochkaräter schlagbar ist, dann doch noch am ehesten zu Saisonbeginn, wenn er noch nicht eingespielt ist und sich auf den rauen Wind der 2. Liga neu einstellen muss.
Es ist die Chance für den FCK, sich mit einem Ausrufezeichen bei den Wölfen mächtig Rückenwind für die kommenden Wochen zu verschaffen. Tausend Fans der Roten Teufel haben sich auch weit über den Gästebereich hinaus Tickets besorgt, um den Kracher beim VfL atmosphärisch zu einem gefühlten Heimspiel zu machen. [rav]
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |
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