Betrugsbriefe zu Solaranlagen erkennen: Bundesnetzagentur warnt
- Sie haben eine Photovoltaikanlage und ein Schreiben der Bundesnetzagentur bekommen, das mit Sanktionen droht? Dann könnte es sich hierbei um Betrüger handeln.
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Solaranlagen-Betrug erkennen. Besitzer einer Photovoltaikanlage können derzeit gefälschte Briefe erhalten, in denen eine angeblich fehlende Registrierung im Marktstammdatenregister behauptet wird. Laut Bundesnetzagentur handelt es sich dabei um Betrugsversuche. Gefordert werden eine Registrierung, eine sogenannte EEG‑Jahresmeldung und sogar eine Zahlung.
Die Schreiben fordern dazu auf, die Anlage umgehend zu registrieren und eine Meldung per E‑Mail zu verschicken. Als Kontaktadresse wird darin „bnetza@mail.de“ genannt. Zusätzlich sollen Betroffene Geld auf ein angebliches Konto der Bundesnetzagentur überweisen.
Behörde nennt klare Hinweise auf die Fälschung
Nach Angaben der Bundesnetzagentur existiert diese Mailadresse bei der Behörde nicht. Auch die im Schreiben genannte Absenderadresse „Außenstelle Sömmerda“ gehört nicht zur Bundesnetzagentur. Gleiches gilt für die angegebene Telefonnummer.
Wer ein solches Schreiben erhält, sollte laut Bundesnetzagentur vorsichtig reagieren. Persönliche Daten wie eine IBAN sollten nicht weitergegeben werden. Auch eine Überweisung oder eine Antwort an die genannte Mailadresse wird ausdrücklich nicht empfohlen.
Stattdessen rät die Behörde, den Vorfall der örtlichen Polizei zu melden. Für Betreiber von Photovoltaikanlagen bedeutet das vor allem, Schreiben mit Zahlungsaufforderungen oder ungewöhnlichen Kontaktadressen genau zu prüfen. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |