Badespielzeug sicher kaufen: So sinken Chemie- und Verschluckrisiken
- Beim Kauf von Badespielzeug zählt, ob es geruchsneutral ist, keine Kleinteile verliert und nach dem Baden gut trocknen kann.
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Badespielzeug sicher kaufen. Entscheidend sind drei Punkte, die das Risiko im Alltag spürbar senken: möglichst geruchsneutrales Material, keine lösbaren Kleinteile und Spielzeug, das innen gut trocknen kann.
Beim Kauf helfen Hinweise aus dem Verbraucherschutz. Die Aktion DAS SICHERE HAUS e.V. (DSH) warnt, dass bestimmte Stoffe in weichen Kunststoffen problematisch sein können und dass sich bei manchen Produkten Teile lösen oder innen Keime bilden.
Zu den diskutierten Stoffen zählen polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe und Phthalate. Nach Einschätzung von Dr. Susanne Woelk (DSH) können sich solche Stoffe aus einem Produkt lösen, etwa wenn Kinder in der Badewanne darauf herumkauen. Phthalate gelten als Weichmacher und sind in Kinderspielzeug grundsätzlich verboten.
Worauf es bei Badespielzeug praktisch ankommt
- Geruch als Warnsignal: Riecht ein Produkt im Laden deutlich nach Chemie, lässt es sich dort direkt aussortieren. Das ist besonders bei aufblasbaren Artikeln wie Planschbecken ein Thema.
- Auf Kennzeichnungen achten: Genannt werden der Hinweis „phthalatfrei“ sowie das GS-Zeichen für „geprüfte Sicherheit“.
- Weniger weiche Kunststoffe: Als Alternative werden Sand- oder Wassermuscheln aus hartem Kunststoff genannt. Das reduziert typischerweise den Bedarf an Weichmachern.
- Kleinteile prüfen: Kritisch sind Teile, die sich lösen können. Bei Kleinkindern besteht dann ein Risiko durch Verschlucken oder Einatmen.
Wie real Rückrufe bei Spielwaren sind, lässt sich laut DSH über das Portal rückrufe.de der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin einordnen. Dort finden sich demnach wiederholt Produkte, die über große Onlineportale vertrieben werden. Gleichzeitig kann auch Ware aus dem stationären Handel betroffen sein.
Ein weiteres Alltagsproblem ist Hygiene. Wenn Wasser in kleine Öffnungen eindringt, aber schlecht wieder abfließen kann, entstehen im feuchtwarmen Badezimmerklima schneller Pilz- und Bakterienkolonien. Genannt wird als einfache Maßnahme, entsprechende Löcher abzukleben und das Spielzeug nach der Nutzung gut zu trocknen.
Praktisch kann außerdem Spielzeug mit Saugnäpfen zur Befestigung an der Wand sein, weil es weniger leicht im Mund landet. Unterm Strich gilt: Weniger, gut prüfbares Badespielzeug und konsequentes Trocknen senken die typischen Risiken am zuverlässigsten.
Autor:Meike Jakob aus Landau |