Auenrenaturierung: 59 Mio. Euro für mehr Hochwasserschutz an Flüssen

Symbolbild: Ein neues Förderprogramm des Bundesumweltministeriums unterstützt Projekte, die Auen an kleineren Flüssen wieder natürlicher machen. Das soll Hochwasser besser abpuffern und Wasser länger in der Landschaft halten. | Foto: mpix-foto/stock.adobe.com
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Auenrenaturierung Klimaschutz. Das neue Förderprogramm des Bundesumweltministeriums soll Auen an kleineren Flüssen wieder natürlicher machen und dadurch Hochwasser besser abpuffern und Wasser in Trockenzeiten länger in der Landschaft halten.

Wenn nach Starkregen Bäche und Flüsse schnell anschwellen, zählt oft jede Fläche, die Wasser aufnehmen kann. Genau hier setzen die wiederangebundenen Auen an, die wie ein natürlicher Schwamm wirken und so Hochwasserspitzen dämpfen können.

Das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) hat dafür ein neues Programm gestartet. Zunächst stehen 59 Millionen Euro zur Verfügung. Projektskizzen können ab am Donnerstag, 1. Mai bei der Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH eingereicht werden, die das Programm als Projektträgerin betreut.

Was gefördert wird und warum das im Alltag zählt

Gefördert werden Maßnahmen auf Auenflächen an Fließgewässern, die nicht zu den Bundeswasserstraßen zählen. Ziel ist es, vor allem an kleineren Flüssen und Nebengewässern mehr natürlichen Rückhalt zu schaffen und Lebensräume zu verbessern.

Typische Vorhaben, die das BMUKN nennt, sind:

  • Flächen ankaufen, um Flüssen wieder mehr Raum zu geben.
  • Abgeschnittene Gewässerarme (Altarme) wieder öffnen oder ausbaggern.
  • Drainagen und Deiche, die Landschaften austrocknen, um- oder zurückbauen.
  • Ufer abflachen und Auen wieder an Flüsse anbinden.
  • Auenwälder wiederherstellen.

Der Nutzen wird vom BMUKN vor allem praktisch beschrieben: Intakte Auen können Wasser filtern und reinigen, sie speichern Wasser in nassen Phasen und geben es in trockenen Phasen langsamer ab. Das kann Folgen von Starkregen und Dürre abmildern und ist damit auch eine Form des nachhaltigen Hochwasserschutzes.

Klimaschutz, Wasserqualität, Natur: Welche Effekte genannt werden

Neben dem Hochwasserrückhalt nennt das BMUKN mehrere Begleiteffekte. Feuchte Böden und Auwälder können Kohlenstoff langfristig im Boden speichern und so zum Klimaschutz beitragen. Außerdem sollen Maßnahmen helfen, Nitratbelastung zu senken und Treibhausgasausstoß zu verringern.

Auch die ökologische Seite ist Teil der Begründung: Auen gehören laut BMUKN zu den artenreichsten Ökosystemen Europas. Wenn Flüsse bis in Quellbereiche durchgängig und intakt sind, können auch wandernde Fischarten profitieren, als Beispiel wird die Forelle genannt.

Wer Anträge stellen kann und wo Informationen stehen

Antragsberechtigt sind laut BMUKN unter anderem Stiftungen und Vereine, Wasser- und Bodenverbände, Kommunen und Landesbehörden.

Weitere Informationen und Programmseiten:

Unterm Strich geht es darum, dass natürlicher Hochwasserschutz nicht nur aus Technik besteht, sondern auch daraus, Flüssen und Auen wieder Platz zu geben.

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Autor:

Meike Jakob aus Landau

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