Nach Wahlschock: Pistorius warnt vor Personaldiskussion
- Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) will kein neues Amt.
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SPD-Debatte. In Rheinland-Pfalz sorgt das schlechte Abschneiden der SPD bei der Landtagswahl weiter für Diskussionen, doch Verteidigungsminister Boris Pistorius bremst Erwartungen an personelle Konsequenzen.
Pistorius wies Forderungen nach einem kompletten Wechsel der SPD-Parteispitze zurück. Er sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass er selbst keine weiteren Ämter anstrebe. Anlass sind Stimmen aus der Partei, die nach der Wahlniederlage einen Neuanfang an der Spitze verlangen.
Kritik an Wahlergebnis, Rückendeckung für Parteifreunde
„Das ist ein sehr schlechtes Wahlergebnis, mit dem ich nicht gerechnet habe und das der großartigen Arbeit von Alexander Schweitzer und dem engagierten Wahlkampf vor Ort nicht gerecht wird“, sagte Pistorius am Sonntag, 22. März, in Tokio. Dort begann seine Asien-Reise.
Zugleich machte der Minister klar, dass er eine personelle Debatte zum jetzigen Zeitpunkt für falsch hält. „Weder in der Partei noch in der Koalition brauchen wir jetzt eine Personaldiskussion. Das wäre unverantwortlich“, sagte Pistorius. Angesichts internationaler Krisen und der Herausforderungen in Deutschland müsse sich die Bundesregierung auf ihre Arbeit konzentrieren.
Forderungen aus der SPD
Zuvor hatte die niedersächsische SPD-Landtagsabgeordnete Doris Schröder-Köpf nach der Wahlniederlage einen kompletten Wechsel an der Parteispitze gefordert. Sie brachte die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger sowie Pistorius ins Gespräch. Er solle demnach das Amt des Vizekanzlers von Lars Klingbeil übernehmen.
Derzeit führen Bundesfinanzminister Klingbeil und Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas die SPD als Co-Vorsitzende. Pistorius stellte nun klar, dass er für zusätzliche Aufgaben nicht zur Verfügung steht. dpa/red
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Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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