Mehr Personal in Zügen der Region: Bahn testet Doppelbesetzung

Nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter sollen Doppelbesetzungen für mehr Sicherheit im Zug sorgen. (Symbolbild) | Foto: Robert Michael/dpa
  • Nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter sollen Doppelbesetzungen für mehr Sicherheit im Zug sorgen. (Symbolbild)
  • Foto: Robert Michael/dpa
  • hochgeladen von Cornelia Bauer

Rheinland Pfalz. In einigen Regionalzügen im Südwesten fährt das Zugpersonal seit Mitte April zu zweit. Die Deutsche Bahn testet damit mehr Sicherheit für Beschäftigte und Fahrgäste. Auslöser ist ein tödlicher Angriff auf einen Zugbegleiter in der Westpfalz.

Seit Sonntag, 13. April sind Kundenbetreuer in zahlreichen Zügen von DB Regio Mitte erstmals in Doppelbesetzung unterwegs. Nach Angaben des Unternehmens soll das gemeinsame Auftreten helfen, Konflikte früher zu entschärfen und Eskalationen zu verhindern.

Zum Testgebiet gehören mehrere Strecken in

  • Rheinland Pfalz
  • Saarland
  • nördliches Baden Württemberg
  • der Landkreis Bergstraße in Südhessen

Damit umfasst der Versuch auch Teile der Metropolregion Rhein Neckar und des Verkehrsverbundes Rhein Neckar.

Erste Rückmeldungen aus den Zügen

Nach der ersten Einsatzwoche meldeten Beschäftigte laut Bahn bereits positive Erfahrungen. In einzelnen Situationen habe das Auftreten von zwei Mitarbeitenden geholfen, eine kritische Lage zu beruhigen und eine weitere Eskalation zu verhindern. Regionalleiterin Silke Janser sprach von einer schnellen Wirkung der Maßnahme.

Der Test läuft zunächst mit der heutigen Zahl an Kundenbetreuern. Dadurch sind manche Züge mit zwei Mitarbeitenden unterwegs, während auf anderen Fahrten vorübergehend kein Zugpersonal eingesetzt wird. Die Einsätze rotieren, damit alle Linien einbezogen werden. Wie lange der Versuch dauert, ist noch offen.

Weitere Sicherheitsmodelle geplant

Die Doppelbesetzung war laut Bahn ein häufiger Wunsch vieler Beschäftigter. In einem nächsten Schritt könnten auch andere Modelle folgen. Dazu zählen gemischte Teams aus Kundenbetreuung und Sicherheitspersonal oder größere Prüftrupps mit mehreren Mitarbeitenden.

Tödlicher Angriff löste Debatte aus

Anfang Februar war der Zugbegleiter Serkan Çalar in einem Regionalexpress in der Westpfalz bei einer Ticketkontrolle angegriffen worden. Der 36 Jährige starb später an den Folgen schwerer Kopfverletzungen.

Ein 26 Jahre alter Fahrgast ohne Fahrschein soll den Bahnmitarbeiter im Zug zwischen Landstuhl und Homburg mit Faustschlägen attackiert haben. Gegen den Mann wird wegen des Verdachts des Totschlags ermittelt. Er sitzt in Untersuchungshaft. Der Fall hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

Cornelia Bauer auf Facebook

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

79 folgen diesem Profil
Kommentare sind deaktiviert.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Powered by PEIQ