Koalitionsvertrag in Rheinland-Pfalz: So liefen die Gespräche
- Am letzten Abend gab es Pizza. Jetzt steht der Koalitionsvertrag.
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Mainz. Nach Tagen intensiver Gespräche steht in Rheinland Pfalz der neue Koalitionsvertrag. Bei der Vorstellung gaben die Verhandlungsführer Einblicke in die Arbeitsatmosphäre der Gespräche.
Nach Angaben des noch amtierenden Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer (SPD) begannen die Sitzungen meist früh am Morgen. Viele Beteiligte seien Frühaufsteher gewesen. Abends habe es gelegentlich längere Runden gegeben, klassische Nachtsitzungen jedoch nicht. „Wir haben früh angefangen. Wir sind alle Frühaufsteher“, sagte Schweitzer am Rande der Präsentation des Koalitionsvertrags. Am letzten Abend habe es für die Verhandelnden sogar Pizza gegeben.
Bewusst keine politischen Nachtsitzungen
Schweitzer betonte, man habe bewusst auf typische Rituale aus der Bundespolitik verzichtet. „Wir haben keine Berliner Rituale hier nach Rheinland Pfalz gebracht. Im Sinne von wir zeigen, wer länger nachts wach bleiben kann.“ Ziel sei gewesen, ein solides Ergebnis zu erreichen. Auch der CDU Verhandlungsführer und voraussichtliche Ministerpräsident Gordon Schnieder beschrieb die Gespräche als arbeitsintensiv. Neben den eigentlichen Sitzungen habe es umfangreiche Vorbereitungen und Nachbereitungen gegeben. „Deswegen war es ab und an eine kurze Nacht. Aber ein langer Tag, wo dann wieder miteinander diskutiert und gesprochen worden ist“, sagte Schnieder.
Der nun vorgestellte Koalitionsvertrag ist das Ergebnis dieser mehrtägigen Gespräche zwischen den Parteien. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |