Kandidatur für SPD-Spitze in Baden-Württemberg: Kliche-Behnke tritt an
- Seit 2018 ist sie bereits stellvertretende Landeschefin, nun will sie bei der Südwest-SPD die Führung übernehmen: Die Landtagsabgeordnete Dorothea Kliche-Behnke. (Archivbild)
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Stuttgart. Bei der SPD in Baden-Württemberg beginnt der Wettbewerb um die neue Parteiführung. Nach der schweren Niederlage bei der Landtagswahl hat nun auch die Tübinger Landtagsabgeordnete Dorothea Kliche-Behnke ihre Kandidatur für den Landesvorsitz angekündigt.
Die 44-Jährige erklärte ihre Bewerbung am Donnerstagabend im Landesvorstand der Partei. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen. Zuerst hatte der SWR berichtet. Kliche-Behnke sitzt seit 2021 für den Wahlkreis Tübingen im Landtag von Baden-Württemberg. In der SPD-Fraktion arbeitet sie vor allem zu Sozialpolitik sowie Wissenschaft und Forschung. Bereits seit 2018 ist sie stellvertretende Landesvorsitzende der Partei.
SPD sucht nach Wahlniederlage neue Führung
Die Sozialdemokraten im Südwesten stehen nach der Landtagswahl am Sonntag, 8. März, vor einem Neuanfang. Mit 5,5 Prozent erzielte die Partei ihr bislang schlechtestes Ergebnis in Baden-Württemberg. Spitzenkandidat Andreas Stoch kündigte noch am Wahlabend an, sowohl den Parteivorsitz als auch den Fraktionsvorsitz abzugeben. An der Spitze der Landtagsfraktion folgte ihm der bisherige Generalsekretär Sascha Binder.
Parteitag entscheidet im Juni
Über den neuen Landesvorsitz entscheidet ein Parteitag am Samstag, 20. Juni. Neben Dorothea Kliche-Behnke gibt es weitere Bewerbungen.
- Isabel Cademartori. Bundestagsabgeordnete aus Mannheim
- Robin Mesarosch. ehemaliger Bundestagsabgeordneter aus Sigmaringen
Cademartori und Mesarosch treten gemeinsam als Doppelspitze an. Damit steht der SPD im Südwesten eine Richtungsentscheidung über ihre künftige Parteiführung bevor. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |