Radsport
Wahnsinn was Menschen leisten können!
- Wolfgang Marx bei der Deutschen Bergmeisterschaft 1975 in Bühlertal bei der Zieleinfahrt
- Foto: Fachmagazin "Radsport"
- hochgeladen von Rudi Birkmeyer
Beim stöbern in alten Radsportmagazinen (in der aktuellen "Regenzeit") viel mir eine Reportage über die Deutsche Bergmeisterschaft 1975 im Bühlertal besonders ins Auge! Die Meisterschaft gewann damals der Siegburger, Rudi Zalfen vor Wolfgang Marx und David Dobler.
Die Sensation bei dieser Bergmeisterschaft war aber wohl der Zweitplatzierte Tübinger, Wolfgang Marx, Wolfgang verlor wohl bei einem tragischen Unfall beide Hände. Trotzdem wollte er seinen geliebten Radsport weiter betreiben. Seine Unterarme wurden zu „Gabeln“ geformt. Somit konnte der Radsportler sehr gut den Lenker steuern. Das Problem mit dem betätigen der Bremse löst der begabte Tüftler über plattenförmige Hebel.
Durch intensives Training schaffte Wolfgang Marx den Sprung in die Deutsche Radsportelite. Dies bewies er mit seiner Vizemeisterschaft im Bühlertal ausdrücklich. Ohne Hände (er fuhr ja eigentlich freihändig) stürmte er den Berg hinauf. Die Kraft kam zu 100% aus den Beinen. Denn Wolfgang konnte ja – wie im Radsport so üblich ist – nicht am Rennlenker ziehen! Unglaublich diese Leistung und dieser Lebensmut. Ich konnte mit dem Tübinger auch einige Radrennen bestreiten. Damals war ich sehr beeindruckt - wie Wolfgang - neben mir im hohen Tempo um die Kurve schoss. Eigentlich unglaublich!!! Chapeau Wolfgang.
Leider, so meine Erinnerungen, war Wolfgang kurze Zeit später nicht mehr bei den offiziellen Radrennen am Start. Anscheinend hat eine unterirdische Aussage des damaligen Bundestrainer, Karl Ziegler, den sympathischen Sportler frustriert und er hat leider das „Handtuch“ geworfen!
Rudi Birkmeyer
Autor:Rudi Birkmeyer aus Offenbach |
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