Sperrung unter der Hochstraße Süd in Ludwigshafen
Droht jetzt der Verkehrskollaps?

Der jetzt auch unterhalb der Trasse gesperrte Bereich der Hochstraße Süd.  | Foto: bas
  • Der jetzt auch unterhalb der Trasse gesperrte Bereich der Hochstraße Süd.
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Von Charlotte Basaric-Steinhübl

Ludwigshafen. Ganz kurzfristig hatte die Stadt Ludwigshafen am vergangenen Freitag (22. November) zu einem Pressegespräch in Sachen Hochstraße Süd eingeladen. Dort gab es eine Meldung, die für großes Entsetzen sorgte: Neulich erstellte Berechnungen hätten ergeben, dass es fraglich sei, ob die Brückenkonstruktion ihr Eigengewicht auch weiterhin tragen könne. Und auch wenn das Bauwerk nicht akut einsturzgefährdet sei, wie Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck bei der Pressekonferenz erläuterte, so könne es jedoch nicht sicher ausgeschlossen werden. Um keine Menschenleben zu riskieren, wurden deshalb zwei Durchfahrten unter der Hochstraße Süd gesperrt.

„Uns ist bewusst, dass dies erhebliche Einschränkungen für die Bürgerinnen und Bürger sowie den städtischen Verkehrsfluss bedeuten, aber die Sicherheit für die Bevölkerung steht an erster Stelle“, sagte Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck.

Gesperrt ist die Unterführung Mundenheimer Straße, wo der Durchgang für den Autoverkehr, den ÖPNV sowie für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen nicht mehr möglich ist. Die Durchfahrt über die Berliner Straße ist ebenfalls für den Kfz-, Rad- und Fußgängerverkehr gesperrt. Die Straßenbahnen können diesen Bereich voraussichtlich noch bis Mittwoch, 27. November, passieren; dies wird während der gesamten rnv-Fahrzeiten durch Bauwerksprüfer überwacht. So ist es möglich, Bahnen aus dem RNV-Betriebshof in Rheingönheim zu evakuieren und so im Verkehrsgebiet Ludwigshafen/Mannheim zu positionieren, dass in der Folgezeit ein weitestgehend stabiler Betrieb auf der Schiene angeboten werden kann.

Christian Volz, kaufmännischer Geschäftsführer der RNV, zur aktuellen Situation: „Unsere Kunden bitten wir um Verständnis dafür, dass wir auch in dieser Ausnahmesituation zwar alles geben, aber eben nicht in gewohnter Qualität fahren können. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeigen höchsten Einsatz und arbeiten seit Freitag mit Hochdruck an vernünftigen Lösungen. Natürlich wirken wir darauf hin, dass kurzfristige Lösungen gefunden werden, um möglichst rasch wieder eine ordentliche Befahrbarkeit realisieren zu können.“

Derzeit werden für Ludwigshafen und teilweise auch Mannheim ein neues Liniennetz konzipiert, das ab Mittwoch, 27. November, ab Betriebsbeginn (4.30 Uhr) zum Tragen kommen wird. Kurzfristige Änderungen seien jedoch jederzeit möglich.

Nachfolgend ein (unvollständiger) Überblick über mögliche Wege und Alternativen:

Fußgänger/ Fahrradfahrer
Wer vom Bahnhof Mitte in die Innenstadt möchte, kann die Passage zwischen Walzmühle und Berliner Platz nutzen.

Autofahrer
Für den Verkehr in Nord-Süd-Richtung sowie umgekehrt stehen die Lagerhausstraße und Saarlandstraße zur Verfügung.
Wer mit dem Auto aus der Pfalz nach Mannheim fahren möchte, kann die Hochstraße Nord (B 44) und die Kurt-Schumacher-Brücke nutzen. Wie lange diese allerdings die Zusatzbelastung stemmen kann, ist offen. Sie wird täglich von Experten begutachtet.
Um den Verkehrsfluss zu verbessern, werden Parkverbote in der Stadt ausgeweitet. Es wird auch mehr Kontrollen geben, da die verbleibende Straßen für den Verkehr freigehalten werden müssen. Das Parken unter dem Abschnitt „Pilzhochstraße“ ist nicht mehr zulässig.

Straßenbahnen/Busse der RNV
Die Haltestelle Berliner Platz kann nicht mehr angefahren werden. Für Busse wird eine Ersatzhaltestelle in der Ludwigstraße auf Höhe Wredestraße eingerichtet. Die nächste Straßenbahn fährt ab Kaiser-Wilhelm-Straße. Die Linien, die von Mannheim nach Ludwigshafen fahren und umgekehrt, werden über die Schumacher-Brücke umgeleitet. Auch der Busfahrplan muss umgestellt werden. Am Mittwoch (27. November) wird auch die dritte Unterführung gesperrt, dann dürfen die Straßenbahnen auch die Berliner Straße nicht mehr benutzen. Dies bedeutet, dass die Linien 6 und 6a Mundenheim und Rheingönheim nicht mehr ansteuern können. Um Pendlern eine Alternative zu bieten, halten seit Montag, 25. November, alle S-Bahnen der Linie S 1 (Homburg – KL – LU – MA – HD – Osterburken) als Sofortmaßnahme in LU-Mundenheim und LU-Rheingönheim. Bis zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember könnte es daher durch die zusätzlichen Stopps zu Verspätungen kommen. Der S-Bahn-Verkehr läuft wie bisher über den Rhein. In Richtung Mannheim Hauptbahnhof gibt es zusätzliche Fahrtmöglichkeiten ab LU Mitte mit den S-Bahnen S1 – S4 und S6 der S-Bahn Rhein-Neckar. bas

Weitere Informationen:
www.ludwigshafen-diskutiert.de
www.rnv-online.de
www.bahn.de

Kfz-, Rad-, Fußgängerverkehr und ÖPNV betroffen
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Autor:

Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen

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