Biodiversitätsshow am 25. November
"Der Mensch schützt nur das, was er schätzt"

Dominik Eulberg, Musiker, Naturfreund und studierter Biologe, unterstützt die Ausstellung im Historischen Museum der Pfalz
  • Dominik Eulberg, Musiker, Naturfreund und studierter Biologe, unterstützt die Ausstellung im Historischen Museum der Pfalz
  • Foto: Natalia Luzenko
  • hochgeladen von Cornelia Bauer

Speyer. Unter dem Motto „Die Natur ist die größte Künstlerin von allen“ hat der DJ und Naturschützer Dominik Eulberg ein Bühnenkonzept erstellt, das die Teilnehmer zu einer audiovisuellen Reise quer durch die Wunder unserer heimischen Natur einlädt. Seine "Biodiversitätsshow" zeigt Eulberg am Donnerstag, 25. November, um 19.30 Uhr im Historischen Museum in Speyer. Tickets gibt es auf https://discotronic.ticket.io/9zftemgt/

Eulberg ist Botschafter der Mitmachausstellung "Expedition Erde" im Historischen Museum der Pfalz. Der studierte Biologe konzipierte und realisierte das Sounddesign für die Ausstellung und stellte unter dem Titel „Eulbergs Wunderfakten“ kindgerecht aufbereitete „Fun Facts“ zusammen, die sich wie ein roter Faden durch die Ausstellung ziehen.

„Wir leben in einem bemerkenswerten Zeitalter. Wir haben großartige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und kennen eigentlich alle Umweltprobleme, die uns bedrohen. Wir wissen, was die Ursachen für die Klimaerwärmung, das Artensterben, das Plastikproblem sind. Zur Lösung haben wir tolle und sinnvolle Konzepte in den Schubladen. Dennoch rasen wir ungebremst und sehenden Auges auf den  Abgrund zu, drohen uns selber die Lebensgrundlage zu entziehen und als Homo suicidalis zu enden", stellt  Eulberg fest.

"Mehr Wertschätzung für unsere Heimat Natur"

Und weiter: "Wir wundern uns, wie gut uns ein Sonntagsspaziergang tut – dabei müssten wir uns eigentlich eher wundern, wie schlecht es uns tut, den ganzen Tag in miefigen viereckigen Kisten zu hocken, mit stinkenden viereckigen Kisten zu anderen viereckigen Kisten zu fahren, um dort auf viereckige Kisten zu starren. Dafür sind unser Körper und unsere Sinne nicht geschaffen." Frühmenschen der Gattung Homo gab es schon vor 2,8 Millionen Jahren, die neolithische Revolution, das Sesshaftwerden der Menschheit, sei gerade einmal zehntausend Jahre her. "Bis dahin war das, was manch einer heute nur noch bei einem Sonntagsspaziergang erfährt, unsere Heimat", sagt Eulberg.

Die Kluft zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und politischer Umsetzung sei heute größer denn je. "Um uns nicht weiter die Lebensgrundlage zu entziehen, sollten die Empathie und die Wertschätzung für unsere Heimat Natur den Menschen wieder nahegebracht werden", so die Überzeugung des Biologen. Die Resensibilisierung, das Zurückbringen eines kindlichen Erstaunens über das Wunder des Lebens, sei dabei ein wichtiges Werkzeug, um den dringend erforderlichen, sozioökologischen Transformationsprozess zu vollziehen. Dominik Eulberg: "Denn der Mensch schützt nur das, was er auch schätzt." Daher sei es wichtig, die Mitmenschen wieder das große Ganze sehen zu lassen. "Gerade Kinder, die Zukunft von morgen, mit ihren reinen
Sinnen sind dafür besonders empfänglich", glaubt der Naturschützer.

Auch vor unserer eigenen Haustür existierten verblüffende Wunder, deren Existenz jedoch meist verborgen bliebe. Nur bei genauem Hinschauen und mit einem Bewusstsein dafür erblicke man das Zauberhafte, die Raffinesse, die Schönheit. "Wir nehmen mit unseren Sinnen nur das wahr, was wir auch kennen, wofür wir sensibilisiert wurden", glaubt Eulberg. Und erinnert: "Schon in einer
Handvoll Walderde stecken mehr Lebewesen, als es Menschen auf der Erde gibt."

Der Ausstellungs-Botschafter ist ein Freund der Devise “Naturschutz als positive Lebensphilosophie“. Allzu viele Horrornachrichten ließen Menschen in eine Art Schockstarre verfallen, handlungsunfähig, resigniert und gelähmt von Angst und Überforderung. Er setze daher darauf, Mitmenschen positiv abzuholen, ihre Herzen zu entflammen. "Wir müssen wieder anfangen, unsere Freunde und Mitstreiterinnen und Mitstreiter in der Natur lieben und schätzen zu lernen, damit wir ihnen mit mehr Respekt und Achtsamkeit gegenübertreten, ihnen den Raum geben, den sie brauchen, und die Natur mit ihren elaboriert verknüpften Lebensräumen Natur sein lassen, ihr und ihren uralten Prozessen vertrauen.“

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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