Historiker Kristian Buchna neu im Schloss-Team
„Orte als Wegmarken“

Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Hambacher Schloss und rheinland-pfälzische Kulturminister Konrad Wolf stellte Kristian Buchna als neuen wissenschaftlichen Mitarbeiter vor.  Foto: ps
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Neustadt. Die Stiftung Hambacher Schloss verfügt mit dem Historiker Kristian Buchna erstmals über einen wissenschaftlichen Mitarbeiter, der künftig für die Bereiche Ausstellung, Veranstaltungen, Forschung und Vermittlung federführend zuständig ist. Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Hambacher Schloss und rheinland-pfälzische Kulturminister Konrad Wolf stellte Buchna am Freitag im Restaurant des Hambacher Schlosses der Öffentlichkeit vor und zeigte sich dort erfreut über die Verstärkung des Stiftungsteams: „Alle Mitstifter sowie Zuwendungsgeber haben die Errichtung dieser neuen Stelle unterstützt, um damit ein starkes Zeichen für den Demokratie-Ort Hambach zu setzen. Ich freue mich, dass wir mit Kristian Buchna einen profilierten Historiker gewinnen konnten, der uns dabei unterstützen wird, die Bedeutung des Hambacher Festes von 1832 für die deutsche und europäische Geschichte zu vermitteln und das Hambacher Schloss als einen Ort der lebendigen Diskussion über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unserer Demokratie zu profilieren.“
Beim Hambacher Fest vom Mai 1832 pilgerten rund 30.000 Menschen zum Hambacher Schloss, um für bürgerliche Freiheitsrechte, für die deutsche Einheit und für ein solidarisches Europa einzutreten. Die Erinnerung an diese positiven Traditionen der deutschen Demokratie hält Buchna, der zuvor für die überparteiliche Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus in Stuttgart tätig war, für besonders wichtig: „Unsere Demokratie ist aktuell derart vielen Anfechtungen ausgesetzt, dass Orten der Demokratiegeschichte eine ganz besondere Bedeutung zukommt. Sie erinnern an Wegmarken und Wegbereiter unserer Demokratie und sie sensibilisieren dafür, dass die Errungenschaften unseres freiheitlichen Rechtsstaates nicht nur hart erkämpft wurden, sondern stets aufs Neue verteidigt werden müssen.“ Neue Veranstaltungsformate sowie die bereits laufende Überarbeitung der Dauerausstellung „Hinauf, hinauf zum Schloss!“ sollen laut Buchna dazu beitragen, das Profil des Hambacher Schlosses als lebendigen demokratischen Erinnerungs-, Lern- und Diskussionsort zu schärfen. Die Eröffnung der Ausstellung ist für das Frühjahr 2022 geplant.
Doch auch ein Fernziel haben die Vertreter der Stiftung bereits fest im Blick, wie ihr Vorsitzender
Wolf betonte: „In zwölf Jahren feiern wir 200 Jahre Hambacher Fest. Und wie im Jahre 1832 soll es ein Fest der Freiheit, der Demokratie und eines solidarisch verbundenen Europas sein, das wir mit unseren Freundinnen und Freunden aus Deutschland und ganz Europa begehen möchten. Bei den Vorbereitungen auf das große Jubiläum wird uns Herr Buchna, der über vielfältige Veranstaltungsund Publikationserfahrungen verfügt, tatkräftig unterstützen.“
Dr. Kristian Buchna, geboren 1983, hat nach dem Studium der Neueren und Neuesten Geschichte, Neueren Deutschen Literaturwissenschaft und Philosophie an der Universität Augsburg bei Prof. Dr. Andreas Wirsching mit der Studie „Ein klerikales Jahrzehnt? Kirche, Konfession und Politik in der Bundesrepublik während der 1950er Jahre“ promoviert. Er war Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus mit den Forschungsschwerpunkten „Geschichte des deutschen Liberalismus“, „Demokratiegeschichte“, „Kirchliche Zeitgeschichte“, „Politische Ideengeschichte“. ps

Autor:

Markus Pacher aus Neustadt/Weinstraße

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