Neue Frau an der Spitze: Oberin Heike Diana Wagner macht sich für Wertschätzung der Pflegeberufe stark

Die Schwestern, hier Schwester Rosy und Schwester Annie aus Indien, drückten Oberin Galuschka durch persönliche Beiträge zur Feier ihre Anerkennung aus
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  • Die Schwestern, hier Schwester Rosy und Schwester Annie aus Indien, drückten Oberin Galuschka durch persönliche Beiträge zur Feier ihre Anerkennung aus
  • Foto: DRK Schwesternschaft Rheinpfalz-Saar e. V.
  • hochgeladen von Sabine Lüpcke-Roth

Auf der Feier zur Amtsübergabe wurde am 23. August die Vorsitzende der DRK-Schwesternschaft Rheinpfalz-Saar e.V., Oberin Leonore Galuschka, in den Ruhestand verabschiedet. Ihre Nachfolge tritt Frau Oberin Heike Diana Wagner an. Oberin Wagner ist seit 2009 stellvertretende Vorsitzende der Schwesternschaft in Neustadt und kehrt mit dem Amt in ihre Heimatschwesternschaft zurück. Unter den prominenten Gästen der Feier im Mutterhaus waren Bürgermeister Ingo Röthlingshöfer für die Stadt Neustadt, Herr Präsident Rainer Kaul als Vorsitzender des DRK Landesverbandes Rheinland-Pfalz e.V. sowie die Präsidentin des Verbandes der Schwesternschaften vom DRK e.V., Frau Generaloberin Gabriele Müller-Stutzer. Oberin Wagner will sich besonders für die Wertschätzung der Pflegeberufe in der Gesellschaft stark machen.

„Es ist eine große Freude, in meine Heimatschwesternschaft zurückzukehren, in der ich als Rotkreuzschwester ´laufen gelernt` habe“, sagte Oberin Wagner in ihrer Antrittsansprache. 1988 hatte sie ihre Ausbildung in der Schwesternschaft Neustadt absolviert. Seit 2013 leitet „die Frau, die immer wieder durch ihre Fähigkeiten auffiel“, wie Klaus Zimmermann, Vizepräsident des Verbands der Schwesternschaften vom DRK e.V. betonte, die Badische Schwesternschaft vom Roten Kreuz e.V.. Als stellvertretende Vorsitzende der DRK-Schwesternschaft Rheinpfalz-Saar e.V. kennt Oberin Wagner ihr künftiges Aufgabengebiet gut. „Uns Pflegeprofis wird derzeit bereits viel abverlangt und die Zukunft wird uns noch größere Anforderungen bringen“, warf sie einen Blick voraus. „Doch ich bin sehr zuversichtlich, dass wir, als Gemeinschaft von Rotkreuzschwestern, diese Herausforderungen meistern und gestärkt daraus hervorgehen werden.“

Bürgermeister Ingo Röthlingshöfer wies auf die Bedeutung der Pflege für die Gesellschaft und die zentrale Rolle von Werten in diesem sensiblen Bereich hin. Nur-Rendite-Denken führe dazu, dass der Mensch auf der Strecke bliebe. Er bedankte sich bei allen Anwesenden für ihren Einsatz im Zeichen der Menschlichkeit.
„Gestern, heute und morgen – unsere Werte leiten uns“, sagte Oberin Galuschka, die Meilensteine ihrer Amtszeit Revue passieren ließ. „Es waren bewegte Zeiten und wir haben viel bewegt.“ DRK-Präsident Rainer Kaul hob in diesem Zusammenhang Galuschkas Engagement für die Institutionen übergreifende Zusammenarbeit, das Ehrenamt und die Bildungsarbeit hervor. Generaloberin Gabriele Müller-Stutzer betonte in ihrer Laudatio, dass die Pflegebranche Menschen brauche, die die Tatkraft hätten, Veränderungen zu bewirken, „Menschen wie Frau Oberin Leonore Galuschka“.

Neben den offiziellen Programmpunkten ließen es sich die Schwestern nicht nehmen, Galuschka durch eigene Beiträge zur Feier ihre Achtung auszudrücken. „Das ist es, was Schwesternschaft ausmacht“, stellte die scheidende Oberin gerührt fest. „Wir möchten mehr als die klassische Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Beziehung bieten – Zugehörigkeit, offenen Austausch, Rückhalt. Wie es aussieht, ist uns das gelungen.“ Nicht zufällig war die Verabschiedung und Amtsübergabe am gleichen Tag angesetzt wie das jährliche Schwesternfest mit Ehrung der Jubilarinnen. „Jeder einzelne ist wichtig und darf, ja soll sich einbringen. Davon lebt Schwesternschaft“, so die neue Oberin Wagner. Diese Botschaft unterstrichen die Mitglieder zum Abschluss der Feier frei nach Queen stimmgewaltig mit ihrer Hymne „Wir sind die Schwestern“.

Zum 1. September trat die neue Vorsitzende ihr Amt in Neustadt an. „Unser großes Thema ist der anhaltende Fachkräftemangel. Wir arbeiten kontinuierlich daran, die Bedingungen für die Pflegekräfte zu verbessern. Als Schwesternschaft ist es für uns zentral, dass die Mitglieder für ihre wichtige Arbeit Anerkennung erhalten und sich wertgeschätzt fühlen. Diese Anerkennung für den Pflegeberuf in die Köpfe der Menschen zu tragen ist eines unserer Ziele.“

Über die DRK-Schwesternschaft Rheinpfalz-Saar e.V.
Die Schwesternschaft ist eine von bundesweit 31 DRK-Schwesternschaften mit insgesamt 21.000 Rotkreuzschwestern. Zweck ist die Förderung der öffentlichen Gesundheitspflege und der Hilfeleistung für Menschen in Not. Basis ihres Handelns bilden die Grundsätze des Roten Kreuzes. Die Schwesternschaft ist Träger verschiedener Einrichtungen. Darüber hinaus unterhält sie Gestellungsverträge, über die die Mitglieder bei zahlreichen Trägern in der Kranken-, Kinderkranken-, Altenpflege und Geburtshilfe eingesetzt sind. Die Schwesternschaft ist Gesellschafterin der gemeinnützigen DRK-Trägergesellschaft Süd-West mbH und der DRK-Krankenhaus GmbHs Rheinland-Pfalz und Saarland. Rotkreuzschwestern sind Teil der weltweiten humanitären Arbeit des Roten Kreuzes.

Die Schwestern, hier Schwester Rosy und Schwester Annie aus Indien, drückten Oberin Galuschka durch persönliche Beiträge zur Feier ihre Anerkennung aus
In Amt und Würden: Oberin Heike Diana Wagner macht sich für die Wertschätzung der Pflegeberufe stark

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